Amazon: Verdi ruft erneut zu Streiks auf

Amazon
Verdi ruft erneut zu Streiks auf

Seit Jahren streiten Amazon und Verdi über einen Tarifvertrag. Nun ruft die Gewerkschaft erneut zu Streiks auf – doch nur ein kleiner Teil der 11.000 Beschäftigten in Deutschland will sich beteiligen.

Pforzheim/Rheinberg/WerneDie Gewerkschaft Verdi hat auch am Donnerstag an etlichen Amazon-Niederlassungen zu Streiks aufgerufen. Pünktlich zum Beginn der Frühschicht haben etwa in Rheinberg 200 und in Werne in Nordrhein-Westfalen 70 Amazon-Mitarbeiter ihre Arbeit niedergelegt. „In beiden Versandhandelszentren werden bis zu 700 Angestellte streiken, wenn alle Schichten mitziehen“, sagte Verdi-Sprecher Tim Schmidt. Auch in Pforzheim gab es Aktionen.

Verdi versucht seit 2013 erfolglos, Amazon zu Verhandlungen über einen Tarifvertrag für den Einzel- und Versandhandel zu bewegen. Amazon zahlt in seinen Logistik-Zentren nach den niedrigeren Vorgaben der Logistikbranche, liegt dabei nach eigenen Angaben am oberen Ende der branchenüblichen Löhne und lehnt die Forderung von Verdi ab.

Der Online-Händler Amazon rechnet trotz der Streiks im wichtigen Ostergeschäft nicht mit Lieferverzögerungen. Nur ein kleiner Teil der rund 11.000 Beschäftigten beteilige sich an Protestaktionen der Gewerkschaft Verdi, hatte eine Amazon-Sprecherin bereits am Mittwoch gesagt, als in Bad Hersfeld, Leipzig und Koblenz gestreikt wurde.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%