Amazon weist Verdi-Kritik zurück
Internethändler hält Löhne für angemessen

Bei Amazon hat die Vorweihnachtszeit längst begonnen: Die Versandzentren des Konzerns arbeiten auf Hochtouren. Die Gewerkschaft Verdi hält die Belegschaft dort für zu schlecht bezahlt. Amazon weist die Kritik zurück.
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BrieselangDer Internet-Versandhändler Amazon hat Vorwürfe zurückgewiesen, seine Beschäftigten nicht angemessen zu bezahlen. Die Mitarbeiter erhielten Löhne „am oberen Ende“ der Gehaltsskala in der Logistikbranche, erklärte der Leiter des Amazon-Logistikzentrums Brieselang, Karsten Müller, am Dienstag bei einem Rundgang durch die 69 000 Quadratmeter große Lagerhalle.

Am Standort Brieselang westlich von Berlin in Brandenburg beschäftigt Amazon rund 1500 Mitarbeiter, die umgerechnet zwischen 9,75 und 10,69 Euro pro Stunde verdienen. Aus Sicht der Gewerkschaft Verdi ist das zu wenig - sie will Amazon zu Tarifverhandlungen zu den Bedingungen des Einzelhandels bewegen.

Umstritten ist zudem der hohe Anteil an befristet eingestellten Saisonarbeitern in der Belegschaft. Mehrere deutsche Amazon-Logistikzentren wurden in den vergangenen Monaten bestreikt. In Verteilzentren in Hessen, Sachsen und Bayern legten Mitarbeiter des Konzerns aus Protest die Arbeit nieder, weil Amazon Tarifverträge kategorisch ablehnt.

Im Logistikzentrum in Brieselang sind laut Verdi über 1200 Beschäftigte befristet tätig; 318 haben einen unbefristeten Anstellungsvertrag. Amazon begründet dies mit dem stark erhöhten Bestellaufkommen in der Vorweihnachtszeit.

Außerhalb dieser Hochzeit, die von Frühsommer bis Ende Dezember dauere, würden die Mitarbeiter nicht gebraucht, erklärte ein Amazon-Sprecher. „Das ist die logistische Wahrheit.“ Bundesweit will das Unternehmen für das bevorstehende Weihnachtsgeschäft über 10 000 Saisonmitarbeiter einstellen.

Das Verteilzentrum Brieselang bei Berlin ist das jüngste von neun bundesdeutschen Amazon-Logistikzentren. Es wurde im Herbst 2013 eröffnet. Deutschland gilt als wichtigster Auslandsmarkt von Amazon. Im vergangenen Jahr erzielte das US-Unternehmen hier einen Umsatz von 10,535 Milliarden Dollar (etwa 7,7 Milliarden Euro).

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Soso, die Gewerkschaftsbonzen finden die Löhne also zu niedrig. Im Gegensatz zu den Apanagen, die diese Spezies sich gönnt, sind diese Löhne in der Tat niedrig. Offenbar sind sie das aber für die Beschäftigen selbst nicht. Denn diese wurden ja nicht mit vorgehaltener Waffe zur Unterschrift unter den Arbeitsvertrag gezwungen. Jeder einzelne kann sich jederzeit einen besser bezahlten Job suchen.

  • In der Tat macht Amazon in seinen in Frage stehenden Verteilzentren nichts anderes als Logistik.

    Sonst ist da nichts.

    Weitere Tätigkeiten in anderen Bereichen des Unternehmens können doch nicht auf den strikten Logistikbereich abfärben. Die Logistik macht keine Unternehmenspolitik oder anderes.

    Amazon sollte rechtlich selbständige Unternehmen aus den Zentren machen, diese ins Ausland verlagern mitsamt den Arbeitsplätzen.
    Dann wäre Schluß mit dem Theater.

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