American Airlines und US Airways
US-Luftfahrt steht vor Mega-Fusion

In den USA könnte die größte Airline der Welt entstehen. US Airways und American Airlines sollen über eine Fusion verhandeln. Ganz freiwillig wäre der Zusammenschluss nicht.
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Amerikas Luftfahrt könnte bald einen neuen Riesen hervorbringen: US Airways soll mit der bankrotten American Airlines über eine Fusion verhandeln, meldet die Nachrichtenagentur Bloomberg.

Sollte die Fusion der Nummer drei und Nummer fünf des US-Marktes wie geplant stattfinden, würde die größte Airline der Welt entstehen – mit einem Börsenwert von mehr als 10 Milliarden US-Dollar. Selbst Riese United Continental würde damit überflügelt. Eine Entscheidung soll bis zum 15. Februar fallen.

Streit gibt es aber noch darum, wie sich die Besitzverhältnisse im neuen Unternehmen aufteilen sollen, werden Unternehmenskreise zitiert. American Airlines verlangt rund 80 Prozent der Anteile an einer fusionierten Airline, US Airways strebt aber einen Anteil von 30 Prozent an.

Auch die Führungsfrage ist noch ungeklärt. Während US-Airways-Chef Doug Parker das neue Unternehmen leiten soll, ist die Rolle von American-Airlines-Chef Tom Horton noch völlig unklar. Die Verhandlungsführer von American Airlines fordern auch für Horton eine verantwortungsvolle Position, um die Interessen der Airline innerhalb des neuen Unternehmens vertreten zu können.
Der Flirt der beiden Airlines schwelt mittlerweile schon mehr als ein Jahr: Seit Januar 2012 wirbt US-Airways-Chef Parker für eine Fusion. American Airlines hatte sich seitdem gegen einen Zusammenschluss gewehrt. Die Airline hatte stets ihre Unabhängigkeit betont und angekündigt, sich selbstständig aus der Insolvenz zu befreien.

Doch nun scheinen die Gläubiger ungeduldig geworden zu sein. Unterstützt wird die Fusion von Großgläubigern, die Schuldrechte der American Airlines über 1,5 Milliarden US-Dollar halten. Die Gläubiger erhoffen sich, dass ihre Anleihen durch die Fusion an Wert gewinnen. Wenn die Fusion gelingt, würde American Airlines auch den Schutz des amerikanischen Insolvenzverfahrens Chapter-11 verlieren.

Agentur
Bloomberg 
Bloomberg / Nachrichtenagentur

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  • wie man in US Nachrichtenagenturen lesen kann, scheint die Frage nach den Besitzverhaeltnissen geklaert zu sein: nur 72% aus der alten American Airline, 28% wird aus den Aktien von US Airways in Besitz genommen. Auf die Frage was Tom Horton macht, melden verschiedene Agenturen, dass er eine "nicht-executive" Management-Rolle uebernehmen soll. Es ist vermutlich eine Uebergangsrolle, seine Tage als Entscheidungstraeger bei AA duerften damit gezaehlt sein.

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