American Apparel
US-Modehersteller schließt Filialen und entlässt Personal

Seit Jahren kämpft der US-Modehersteller American Apparel gegen Konkurrenz, die billig in Fernost produzieren lässt. Der starke Dollar macht dem Konzern zu schaffen. Chefin Paul Schneider bereitet eine Sparrunde vor.
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New YorkDer Modehersteller American Apparel, der seit Jahren gegen sinkende Umsätze kämpft, will Filialen schließen und Stellen streichen. In den kommenden 18 Monaten wolle das Unternehmen 30 Millionen Dollar (27 Millionen Euro) einsparen, teilte American Apparel am Montag mit. Dazu würden „leistungsschwache“ Filialen geschlossen. Einzelheiten nannte das Unternehmen nicht. American Apparel hat 239 Filialen in rund 20 Ländern, 135 davon in den USA. Rund 10.000 Menschen arbeiten für die Firma.

Der Konzern legt in seinen Kampagnen großen Wert auf die Feststellung, ausschließlich in den USA zu produzieren – und nicht wie die Konkurrenz in Niedriglohnländern in Asien. Doch die Verkäufe gehen seit 2010 zurück. Europäische Ketten wie H&M und Zara sind günstiger und tauschen ihre Kollektionen schneller aus. Dazu kommen der starke Dollar und die Konkurrenz der Online-Anbieter.

Die noch neue Chefin Paula Schneider erklärte, sie fühle sich verpflichtet, das Unternehmen in die Gewinnzone zurückzuführen. Die angekündigte Sparrunde werde aber nicht ausreichen. American Apparel brauche zusätzlich frisches Kapital in den kommenden zwölf Monaten. Eine Garantie auf Erfolg gebe es nicht, warnte das Unternehmen.

American Apparel war im vergangenen Jahr in den Schlagzeilen, weil der Gründer Dov Charney seinen Rausschmiss nicht akzeptieren wollte und immer noch dagegen ankämpft. Ihm waren „Fehlverhalten und sexuelle Belästigung“ vorgeworfen worden. Charney hatte American Apparel 1989 im kanadischen Montréal gegründet und den Firmensitz später nach Los Angeles verlegt.

afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

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