Amtshilfe für SEC
Schweizer Behörden nehmen Buffetts Ketchup-Deal ins Visier

Gegen die Übernahme von Heinz durch Warren Buffett wird nun international ermittelt. Neben der US-Börsenaufsicht untersuchen nun auch die Schweizer Finanzmarktbehörden den Vorwurf des Insiderhandels.
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ZürichDie Ermittlungen zum mutmaßlichen Insiderhandel bei der Übernahme des US-Ketchup-Konzerns Heinz werden auf die Schweiz ausgeweitet. Die Schweizer Finanzmarktbehörde Finma hat eigenen Angaben vom Freitag zufolge ein Amtshilfegesuch der US-Börsenaufsicht SEC erhalten. "In Zusammenhang mit dem vermuteten Insiderdelikt bei der Heinz-Transaktion steht die Finma in Kontakt mit der SEC und wird, wie immer in solchen Fällen, im Rahmen ihrer rechtlichen Möglichkeiten kooperieren", hieß es.

Die Börsenaufseher hatten in der Vorwoche bei einem Bundesgericht in Manhattan Klage gegen Unbekannt eingereicht. Unmittelbar bevor das Geschäft zur 23 Milliarden Dollar schweren Heinz-Übernahme durch Star-Investor Warren Buffett und die brasilianische Beteiligungsgesellschaft 3G Capital öffentlich wurde, sei es zu "höchst verdächtigem Handel" gekommen, begründete die SEC ihre Klage. Die SEC hatte einen Eilbeschluss erwirkt, das Vermögen in einem mit dem Vorgang in Verbindung gebrachten Konto der US-Investmentbank Goldman Sachs in Zürich einzufrieren.

Ein Goldman-Sprecher wollte sich zu den Ermittlungen in der Schweiz nicht äußern und sagte lediglich: "Wir kooperieren vollumfänglich mit der SEC in dieser Untersuchung."

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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