An deutschen Flughäfen

Streiks bei Ryanair-Piloten noch in diesem Jahr

Die Piloten der Billigflieger-Airline Ryanair werden noch in diesem Jahr an den deutschen Flughäfen streiken. Das teilte die deutsche Gewerkschaft Vereinigung Cockpit am Mittwoch mit. Über die Weihnachtszeit gilt eine Schonfrist.
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„Ryanair hat nur auf Zeit gespielt“ – Streiks als letzte Lösung

„Ryanair hat nur auf Zeit gespielt“ – Streiks als letzte Lösung

Frankfurt/MainDie angekündigten Pilotenstreiks beim irischen Billigflieger Ryanair sollen noch in diesem Jahr beginnen. Man sei bei der Planung in enger Abstimmung mit den übrigen europäischen Gewerkschaften, sagte der Präsident der deutschen Gewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC), Ilja Schulz, am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur. Es sei auch davon auszugehen, dass zwischen den Arbeitskampfankündigungen und tatsächlichen Ausständen nicht allzu viel Zeit vergehen werde.

Konkrete Streiktermine an den zehn deutschen Ryanair-Basen werde man so rechtzeitig bekanntgeben, „dass Familien nicht mit ihren Koffern auf den Flughäfen stehen müssen“, kündigte der Gewerkschafter an. Auf der anderen Seite wolle man der Fluggesellschaft aber mögliche Gegenmaßnahmen erschweren. „Unsere Maßnahmen müssen auch sitzen.“ Ausgenommen seien nur die Weihnachtstage vom 23. bis zum 26. Dezember.

Europaweit werfen Gewerkschaften dem Unternehmen unsoziale und ausbeuterische Arbeitsbedingungen vor. In ganz Europa seien die Piloten nicht mehr bereit, das willkürliche Ryanair-System hinzunehmen, erklärte Schulz. „Der Frust ist größer als die Angst.“

Das sind die besten Airlines 2018
Platz 10: Japan Airlines (Japan)
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Jedes Jahr vergibt die australische Agentur Airline Ratings die „Airline Excellence Awards“. Dabei werden die Besten der Branche ausgezeichnet – vom Billigflieger bis zum kulinarischen Champion. Auf Platz 10 landet in diesem Jahr Japan Airlines.

Quelle: (AirlineRatings/CNN)

Platz 9: Cathay Pacific (Hongkong)
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Eingerechnet in die Wertung werden vier wichtige internationale Sicherheitsüberprüfungen, sowohl branchenintern als auch von Behördenseite. Dazu kommen das Alter der Flotte, Bewertungen der Passagiere, Profitabilität, Bonitätsnoten und die wichtigsten Produktangebote. „Wir schauen uns auch an, ob die Airline innovativ ist und neue Dinge ausprobiert, die das Erlebnis der Passagiere verbessern“, sagte Geoffrey Thomas, Chefredakteur von AirlineRatings.com. In diesem Jahr wird die Rangliste von Airlines aus Australien und Asien dominiert – wie hier Cathy Pacific aus Hongkong.

Platz 8: Korean Air (Südkorea)
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Die koreanische Airline wurde für die geräumigen Sitze in ihrer Economy-Klasse ausgezeichnet.

Platz 7: All Nippon Airways (Japan)
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Alle Fluggesellschaften auf der Liste haben eine Sicherheitsbewertung von sieben Sternen und stehen für Innovationen, erklärte Airline Ratings. „Egal ob Nummer eins oder Nummer zehn – alle diese Airlines sind die Besten der Besten, die Elite der Luftfahrt“, hieß es in der Begründung der Jury. „Sie sind die Trendsetter und der Maßstab, an dem alle anderen gemessen werden.“

Platz 6: Etihad (Vereinigte Arabische Emirate)
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In der Jury sitzen nach Angaben von Airline Ratings Experten, die seit 20 Jahren die Welt der Luftfahrt bewerten. Auch wenn vor allem Unternehmen aus Australien und Neuseeland ausgezeichnet wurden, erklärt Thomas, der Prozess sei „objektiv und nicht manipulierbar“. Trotz jüngster Turbulenzen in der Führung schneiden Airlines wie Etihad außergewöhnlich gut ab.

Platz 5: Virgin Atlantic (Großbritannien)
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Gleich zwei Mal ist Virgin in den Top Ten vertreten. Virgin Atlantic ist dabei die am besten bewertete europäische Airline.

Platz 4: Virgin Australia (Australien)
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Die Airline von Unternehmer Richard Branson wurde für die beste Business-Class ausgezeichnet. Die Luxus-Suite „The Business“ sei einzigartig in dem Segment.

Die VC hatte am Vortag Streiks an den deutschen Standorten des europaweit agierenden Billigfliegers angekündigt. Auch in Portugal, Italien und Irland wurden die Ryanair-Piloten von den dortigen Gewerkschaften zu Streiks aufgerufen. Die Italiener wollen bereits an diesem Freitag für vier Stunden die Arbeit niederlegen. Die irische Pilotenvereinigung IALPA kündigte einen eintägigen Streik für den 20. Dezember an.

Ryanair hat bislang die Verhandlungen mit Gewerkschaften grundsätzlich abgelehnt, die sie konkurrierenden Airlines wie Lufthansa oder Aer Lingus zurechnen. Nach der Streikankündigung in Dublin hat das Unternehmen möglichen Streikteilnehmern zudem mit finanziellen und dienstplantechnischen Nachteilen gedroht, weil sie die Vereinbarungen mit Ryanair verletzten.

  • dpa
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