Analysten werten Quartalsbericht als positiv
Ryanair sieht Anzeichen für "Blutbad" bei Billigfliegern

Der führende europäische Billigfluganbieter Ryanair hat den Gewinn im ersten Geschäftsquartal über den Analystenerwartungen gesteigert. Für die Wintersaison rechnet das Unternehmen aber unverändert mit einem harten Wettbewerb, der für einige Konkurrenten das Aus bedeuten könnte.

HB DUBLIN. Der stellvertretende Ryanair-Chef Michael Cawley äußerte sich am Dienstag gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters zufrieden mit dem Quartalsergebnis. Allerdings seien sinkende Renditen - im Wesentlichen der durchschnittliche Ticket-Preis - nie ein Grund zum Feiern, sagte er. Diese sanken im Quartal angesichts des harten Wettbewerbs um sechs Prozent. Um die Flugsitze zu füllen, hat Ryanair massiv die Preise gesenkt. Analysten werteten den Quartalsbericht insgesamt positiv, fürchten aber, dass sich Ryanair nicht lange genug gegen die steigenden Ölpreise abgesichert hat. Ryanair-Aktien reagierten mit Abschlägen von mehr als zwei Prozent.

Den gestiegenen Ölpreis will Ryanair mittels Kostensenkungen kompensieren. Wie CEO Michael O'Leary sagte, hat sich die irische Billigfluglinie bis zum Ende des laufenden 2. Quartals fast vollständig gegen einen Anstieg des Ölpreises abgesichert. Für die Zeit danach sei dies weitgehend nicht der Fall. Er sei überzeugt, dass Öl mittelfristig wieder billiger werde, fuhr O'Leary fort. Daher sei es unklug, auf dem derzeit hohen Preisniveau entsprechende Maßnahmen zu treffen.

Der CEO wies darauf hin, dass Ryanair im Gegensatz zu anderen Gesellschaften keine Kerosinzuschläge erhoben habe. Ryanair wolle ihre Kostenbasis weiter verringern und die dabei erzielten Einsparungen in Form niedrigerer Preise an die Passagiere weitergeben.

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