Analystenprognosen getroffen
Bei Richemont geht es wieder bergauf

Beim Luxusgüterkonzern Richemont ist der Umsatz im Geschäftsjahr 203/04 um 8 Prozent auf 3,38 Milliarden Euro gesunken. Der Konzern litt unter den Auswirkungen des Irak-Kriegs und der Lungenseuche SARS. Das erste Quartal 2004 sieht wieder besser aus.

HB ZÜRICH. Im ersten Quartal dieses Jahres sieht es für Richemont wieder besser aus. Der Konzern arbeitet sich allmählich aus dem Umsatz-Tal heraus und in den Monaten Januar bis März 2004 stiegen die Erlöse in lokalen Währungen wieder um 10 Prozent. Auch das Weihnachtsgeschäft war schon gut gelaufen, wie Richemont am Mittwoch weiter mitteilte. Für das gesamte, mit März endende Geschäftsjahr verzeichnete Richemont in Lokalwährungen ein Nullwachstum.

Richemont traf mit den Quartalszahlen die Analystenprognosen. Diese hatten im Durchschnitt mit einem Umsatzrückgang von 7,9 Prozent auf 3,36 Milliarden Euro gerechnet. An der Börse sanken die Richemont-Aktien bis gegen Mittag allerdings um 1,7 Prozent auf 35,15 sfr. Der Gesamtmarkt tendierte 0,8 Prozent schwächer.

„Das Ergebnis liegt in den Erwartungen, aber vielleicht haben Händler etwas besseres erwartet und verkaufen nun“, sagte Patrick Schwendimann, Analyst bei der Zürcher Kantonalbank. Erfreulich sei die deutliche Wachstumsbeschleunigung im letzten Geschäftsquartal. Berücksichtige man die Kommentare von Swatch und von Marken-Managern, dann dürften sich die Verkäufe im April noch beschleunigt haben, so Sarasin-Analyst Christoph Bohli. Die Bank Sarasin erwartet bei Richemont eine Verbesserung der Betriebsgewinn-Marge in abgelaufenen Geschäftsjahr auf 8,5 Prozent von 7,1 Prozent im Jahr davor.

In der Region Asien-Pazifik wuchs der Umsatz im Schlussquartal 2003/04 in Lokalwährungen um 18 Prozent, obwohl sich Japan mit einem Rückgang von zwei Prozent schwach entwickelte, so Richemont. Im Gesamtjahr 2003/04 stiegen die Erlöse in der Region um sieben Prozent und sanken in Japan um drei Prozent.

In Amerika betrug das Wachstum im vierten Geschäftsquartal 23 Prozent und im Gesamtjahr elf Prozent. In Europa resultierte von Januar bis März ein Plus von acht Prozent, im gesamten Jahr hingegen ein Rückgang von fünf Prozent. Den Einzelhandelsumsatz steigerte Richemont 2003/04 zu konstanten Wechselkursen um zwei Prozent auf 1,39 Milliarden Euro, während der Grosshandel mit 1,98 Milliarden Euro um acht Prozent weniger erlöste. Richemont will das vorläufige Ergebnis 2003/04 am 10. Juni vorlegen.

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