Angeblich Wettbewerbsbehinderung
Vorwürfe gegen Lufthansa erhoben

Einem Zeitungsbericht zufolge werfen mehrere deutsche Flughäfen der Lufthansa Behinderungen von Konkurrenten aus den Golfstaaten vor.

HB FRANKFURT. Auch die Flughäfen Frankfurt und München versuchten, den Markt gegen Wettbewerber wie Emirates abzuschotten, beklagten Vertreter der Flughäfen in Berlin und Stuttgart in der „FAZ“. Ein Lufthansa-Sprecher lehnte einen Kommentar zu dem Thema zunächst ab.

Die kleinen Flughäfen beklagen, durch die Blockade von Lufthansa entgingen ihren Wachstumschancen. „Die Fluggesellschaft Emirates, wir als Betreiber und auch unser Ministerpräsident (Günther) Oettinger wollen, dass es so schnell wie möglich tägliche Flüge von und nach Dubai gibt“, sagte der Stuttgarter Flughafen-Chef Georg Fundel der Zeitung. „Aber die Lufthansa versucht diese Konkurrenz mit allen Mitteln zu verhindern - und sie ist ein großer Ohrflüsterer des zuständigen Bundesverkehrsministers.“ Verkehrsminister Wolfgang Tiefensee entscheidet über die Vergabe der Start- und Landerechte.

Der Berliner Flughafenchef Rainer Schwarz sagte: „Unsere Gespräche mit Emirates sind weit fortgeschritten. Eine bessere Anbindung der deutschen Hauptstadt sollte nicht hinter Partikularinteressen zurückstehen.“

Die Lufthansa und die großen deutschen Flughäfen hatten in einer Studie die These aufgestellt, der Aufschwung im Orient schade dem heimischen Luftfahrt-Markt. Dazu sagte Fundel: „Volkswirtschaftlich zahlt sich die Liberalisierung der Märkte aus, aber eben nicht unbedingt für die Lufthansa.“

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