Angebot für P&G-Sparte
Henkel lockt Wella

Berichten zufolge bereitet Henkel ein Kaufangebot für die Haarpflegesparte von Procter & Gamble vor. Die Düsseldorfer sind demnach bereit, für den Zukauf Milliarden in die Hand zu nehmen – haben aber Konkurrenz.
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New York/FrankfurtDer Konsumgüterhersteller Henkel hat Insidern zufolge ein Auge auf das Haarpflegegeschäft Wella des US-Konzerns Procter & Gamble (P&G) geworfen. Henkel bereite wie auch die US-Konzerne Revlon und Coty ein Gebot für Teile des Kosmetikgeschäfts von P&G vor, sagten mit dem Vorgang vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters. Die drei Unternehmen arbeiteten mit Investmentbanken zusammen, um eine Offerte zusammenzustellen. Die Frist für die erste Bieterrunde laufe nächste Woche ab. „Spekulationen kommentieren wir nicht“, sagte ein Henkel-Sprecher dazu am Donnerstag.

Henkel ist den Insidern zufolge an P&Gs Haarpflegesparte mit den Marken Wella und Clairol interessiert. Die Sparte dürfte etwa sieben Milliarden Dollar wert sein. Der Hersteller von Pritt und Persil sitzt auf prall gefüllten Kassen und hält nach Übernahmezielen Ausschau. Bis zu 4,5 Milliarden Euro könnten die Düsseldorfer dafür aufbringen, hatte Finanzchef Carsten Knobel gesagt.

Damit aber nicht genug: Die Hauptversammlung hatte am Montag beschlossen, dass für Übernahmen bis zu zehn Prozent des Grundkapitals als neue Aktien ausgegeben werden können. „Wir verfügen über große Finanzkraft für weitere Zukäufe“, bilanzierte Henkel-Chef Kasper Rorsted bei dem Aktionärstreffen.

Aufsichtsratschefin Simone Bagel-Trah hatte Anfang des Jahres zudem betont, dass sich Henkel bei den Konsumgütern noch besser aufstellen will. „Im Bereich Haar sind wir beispielsweise mit Pflege, Styling und Colorationen führend. Das ist etwas, das wir weiter ausbauen möchten“, hatte sie in einem Zeitungsinterview gesagt. Rorsted selbst hatte sich indes auf Fragen nach einem Interesse an Wella immer wieder in Schweigen gehüllt.

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