Angebot wird September vorgelegt
Rewe treibt Übernahme von Bon Appetit voran

Die Kölner Rewe-Gruppe treibt die Übernahme des schweizerischen Lebensmittelhändlers Bon Appetit weiter voran.

Reuters DÜSSELDORF. Die Publikation des Übernahmeangebots für die in Streubesitz befindlichen Aktien des schweizerischen Unternehmens werde am 2. September erfolgen, sagte ein Rewe-Sprecher am Montag in Köln. Das Angebot laufe dann vom 3. September an mit einer Frist von 20 Tagen, die möglicherweise auch verlängert werden könnte. Die bereits angekündigten Konditionen für die Übernahme blieben unverändert. Mit dem Zukauf will Rewe seine Stellung als drittgrößtes Handelsunternehmen in Europa festigen.

Durch die Übernahme steigere Rewe den Auslandsumsatz in nunmehr zwölf europäischen Ländern auf über zehn Milliarden Euro, hatte das Unternehmen bereits mitgeteilt. Insgesamt kostet Rewe die Übernahme 265 Millionen Franken (knapp 170 Millionen Euro), hatte ein Sprecher der Kölner Handelsgruppe gesagt. Bon Appetit gelte mit einem Jahresumsatz von etwa 2,1 Milliarden Euro (3,17 Milliarden Franken) und rund 5000 Beschäftigten als „dritte Kraft“ im schweizerischen Lebensmittelhandel.

Der Handels- und Touristikkonzern Rewe hatte nach eigenen Angaben bereits die Curti & Co. AG erworben, die 53 Prozent an der Bon Appetit Group halte. Der Handelskonzern hatte zugleich angekündigt, den außen stehenden Aktionären von Bon Appetit ein Übernahmeangebot von 60,80 Franken je Namensaktie unterbreiten zu wollen. Dies entspreche einer Prämie von 25 Prozent auf den durchschnittlichen Eröffnungskurs der Papiere.

Bon Appetit hatte im vergangenen Jahr vor allem infolge von Sonderkosten einen Verlust von gut 63 Millionen Franken verbucht und bereits Restrukturierungsmaßnahmen eingeleitet. „Die Schweiz ist ein überaus interessanter Markt“, hatte Rewe-Chef Hans Reischl den Zukauf seiner Gesellschaft kommentiert. „Mit der Bon Appetit Group können wir in unserem Länder-Portfolio jetzt die Lücke zwischen Deutschland und Italien sowie zwischen Frankreich und Österreich schließen.“ Rewe sieht sich mit einem Umsatz von 37,4 Milliarden Euro sowie mit 187.000 Beschäftigten und 11.200 Einzelhandelsmärkten in zwölf Ländern als Nummer Drei in Europa. Das Unternehmen betreibt Supermärkte wie HL, Minimal oder Penny, Warenhäuser wie toom und Globus sowie zahlreiche Reiseanbieter.

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