Angeschlagene Airline
Italien sucht Verbündeten für Alitalia

Im Oktober läuft die Halteperiode für Anteile an der aus der Insolvenz geretteten Airline aus. Die Retter von damals könnten weitere Anleger mit ins Boot nehmen. Bisher sind keine bestätigten Interessenten in Sicht.
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Paris/RomDie italienische Regierung sucht nach einem starken Partner für die angeschlagene Fluggesellschaft Alitalia. Verkehrsminister Maurizio Lupi kündigte am Donnerstag an, er werde kommende Woche mit seinem französischen Amtskollegen Frederic Cuvillier über dieses Thema sprechen. Alitalia-Großaktionär ist der französisch-niederländische Konkurrent Air France-KLM mit einer Beteiligung von 25 Prozent. "Entweder dieser Partner betrachtet unsere Anlage als eine strategische und investiert in das Unternehmen wie im Fall von KLM - oder wir brauchen eine andere Lösung", sagte Lupi zuvor der Zeitung "La Repubblica".

Die französische Zeitung "La Tribune" berichtete auf ihrer Internetseite, Air France werde kommende Woche beschließen, ob sie an einer Alitalia-Kapitalerhöhung teilnehme oder nicht. Die Finanznachrichtenagentur Bloomberg meldete unter Berufung auf eine mit der Angelegenheit vertraute Person, der Verwaltungsrat von Air France-KLM werde auf einer Sitzung am Montag entscheiden, ob der Konzern sich bis zum Jahresende um die Kontrolle bei der defizitären Alitalia bemühen wolle. In der Vergangenheit hatte die französische Seite den Italienern keine großen Hoffnungen gemacht. Als weiterer Interessent wurde zuletzt auch die Fluglinie Etihad mit Sitz in Abu Dhabi gehandelt. Doch auch von Etihad kamen bislang keine ermutigenden Signale.

Alitalia wurde 2008 aus der Insolvenz gerettet und damals von einem Konsortium italienischer Firmen gekauft. Seither sind unter anderem das Geldhaus Intesa Sanpaolo, der Straßenbetreiber Atlantia und der Motorroller-Hersteller IMMSI an Alitalia beteiligt. Eine Halteperiode läuft Mitte Oktober aus. Dann könnten die früheren Retter ihre Anteile verkaufen und damit den Weg für neue Investoren freimachen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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