Angeschlagene Fluggesellschaft
Italiens Regierung sucht neue Käufer für Alitalia

Die italienische Regierung sucht neue Käufer für die angeschlagene Fluggesellschaft Alitalia. Wirtschaftsminister Giulio Tremonti teilte am Freitag nach einer Kabinettssitzung mit, die Ministerrunde habe sich auf Richtlinien für die Privatisierung eines 49,9-Prozent-Anteils an der Airline verständigt.

rtr ROM. Italien will den Staatsanteil an Alitalia schon seit längerem verkaufen. Eine Fusion mit einer ausländischen Gesellschaft scheiterte aber bislang vor allem am Widerstand der Gewerkschaften.

Eine Übernahme durch Air France-KLM war unlängst gescheitert. Die Deutsche Lufthansa hat stets betont, von einem Angebot für den Konkurrenten abzusehen.

Ministerpräsident Silvio Berlusconi setzte sich in der Vergangenheit für eine nationale Lösung ein. Tremonti zufolge soll das Bankhaus Intesa Sanpaolo den Verkauf begleiten.

Dem Institut stehe es frei, selbst für Alitalia zu bieten. Die Privatisierung solle schnellstmöglich vollzogen werden. Alitalias Nettoverschuldung stieg nach Angaben der Airline im April um fünf Millionen Euro auf 1,36 Milliarden Euro verglichen mit dem Vormonat.

Zu Jahresbeginn hatte die ums Überleben kämpfende Airline ihre Verluste ausgeweitet. Operativ betrug das Minus im ersten Quartal 161 Millionen Euro nach 113 Millionen Euro vor Jahresfrist. Zuletzt erhielt Alitalia einen Überbrückungskredit der italienischen Regierung in Höhe von 300 Millionen Euro. Die EU erhielt wie verlangt eine Erklärung der Regierung über die Einzelheiten der staatlichen Hilfe. Die Kartellbehörde prüfe die Angaben nun, sagte ein Sprecher der EU-Kommission in Brüssel.

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