Angeschlagener Fahrradbauer
Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Ex-Mifa-Vorstand

Der angeschlagene Fahrradbauer beschäftigt nun auch die Staatsanwaltschaft in Halle. Der Ex-Vorstand Peter Wicht könnte demnach gegen das Aktiengesetz verstoßen haben. Doch es geht auch noch um andere Straftaten.
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FrankfurtDer Skandal um den in Schieflage geratenen Fahrradbauer Mitteldeutsche Fahrradwerke (Mifa) aus Sangerhausen beschäftigt nun auch die Staatsanwaltschaft in Halle (Saale). Die Behörde bestätigte dem Handelsblatt (Mittwochausgabe), dass sie ein Ermittlungsverfahren gegen den ehemaligen Alleinvorstand Peter Wicht und weitere Personen eingeleitet hat.

„Wir ermitteln wegen möglicher Verstöße gegen das Aktiengesetz und weiterer Straftaten“, sagte eine Sprecherin. Es werde auch ein möglicher Betrug zum Schaden der Anleger geprüft. Wicht war für eine Stellungnahme nicht zu erreichen. Er hatte sein Amt im April aus gesundheitlichen Gründen niedergelegt.

Der Mittelständler hatte Anleger im März mit einem überraschenden Millionenverlust schockiert. Wegen Fehlern in der Buchführung soll alleine 2013 ein Fehlbetrag von rund 15 Millionen Euro aufgelaufen sein – bei einem Umsatz von 108 Millionen Euro. Ein Mifa-Sprecher sagte, das Unternehmen werde „alles Erforderliche tun, um die Ermittlungen zu unterstützen“.

Am vergangenen Freitag hatten Gläubiger den Weg für eine Sanierung des Unternehmens freigemacht. Der indische Fahrradbauer Hero hatte drastische Einschnitte der Gläubiger zur Bedingung für einen Einstieg gemacht. Hero möchte mindestens 15 Millionen Euro investieren. Im Gegenzug müssen Anleihegläubiger auf 60 Prozent der Forderungen verzichten. Auch der Anteil der Mifa-Aktionäre – darunter Carsten Maschmeyer, der Gründer des Finanzvertriebs AWD – wird drastisch verwässert.

Den vollständigen Bericht um die Ermittlungen gegen den Ex-Mifa-Vorstand finden Sie hier als Download.

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