Ankündigung des Insolvenzverwalters
Hertie-Zukunft entscheidet sich im Oktober

Eine Entscheidung über die Zukunft der Warenhauskette Hertie wird nach Angaben des Insolvenzverwalters im Oktober fallen. Es gebe zahlreiche Kaufinteressenten. Ob der Verkauf klappt, hängt nun maßgeblich vom Finanzinvestor und Mehrheitseigner der Hertie-Immobilien, Dawnay Day, ab.

HB DÜSSELDORF. Die Namen der Kaufinteressenten wollte der Insolvenzverwalter nicht nennen. Sein Ziel sei unverändert, so viele Filialen wie möglich zu erhalten, sagte Anwalt Biner Bähr von der Kanzlei White & Case. Die Gespräche mit dem britischen Finanzinvestor Dawnay Day, Mehrheitseigner der 72 Hertie-Immobilien, bezeichnete Bähr als erfolgreich. Details nannte er nicht.

Der geplante Verkauf der Warenhauskette mit ihren rund 4000 Mitarbeitern hängt im Wesentlichen von dem angeschlagenen Finanzinvestor ab. Bähr hofft auf dessen Bereitschaft, die in seinem Besitz befindlichen Hertie-Immobilien an die neuen Eigner abzutreten. Ohne die Gebäude würde ein Verkauf nicht einfach.

Interesse an den Immobilien, nicht aber an Hertie bekundete die Hamburger ECE, die sich auf die Entwicklung von Einkaufszentren spezialisiert hat. Standorte, die von Hertie möglicherweise nicht mehr weiter betrieben werden, könnten für ECE interessant sein, sagte ein Sprecher. ECE sei hierzu mit Dawnay Day bereits in Kontakt getreten. Allerdings müssten zunächst die Entscheidungen des Hertie-Insolvenzverwalters abgewartet werden.

KarstadtQuelle, die heutige Arcandor, hatte sich vor drei Jahren im Zuge der eigenen Sanierung unter anderem von Hertie, Wehmeyer und SinnLeffers getrennt. Alle drei Ketten meldeten in den vergangenen Wochen Insolvenz an.

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