Anlagebauer erzielt Gewinn
Dürr im dritten Quartal knapp im Plus

Der Stuttgarter Anlagebauer Dürr hat im dritten Quartal einen Gewinn von 0,8 Millionen Euro erzielt. In den beiden Vorquartalen erwirtschaftete das Unternehmen 4,3 und 4,0 Millionen Euro. Das im kleinwerteindex SDax notierte Unternehmen verwies bei der Vorlage seiner Zahlen am Freitag dabei auf die außerplanmäßigen Aufwendungen von 12 bis 14 Millionen Euro, die in den Unternehmensbereichen Ecoclean und Final Assembly Systems angefallen seien und weitgehend im dritten Quartal zu Buche schlugen.

HB STUTTGART.Wegen der gravierenden technischen Probleme bei der Abwicklung von Aufträgen in den beiden Sparten hatte der Hersteller von Lackier- und Produktionsanlagen für die Autoindustrie in der vergangenen Woche bereits seine Gewinnprognosen für dieses Jahr drastisch gesenkt.

In den ersten neun Monaten des Jahres summierte sich das Ergebnis vor Steuern den Angaben zufolge auf 9,1 Millionen Euro. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum bedeute dies eine Verbesserung von 10,7 Millionen Euro bei einem gleich bleibenden Umsatz von rund 1,53 Millionen Euro. Bereinigt um Wechselkurseffekte wäre der Konzernumsatz in den ersten neun Monaten um 3,5 Prozent auf 1,58 Milliarden Euro gestiegen, teilte das Unternehmen weiter mit. „Das Dürr-Geschäft hat sich in den ersten neun Monaten alles in allem gut entwickelt“, erklärte Vorstandsvorsitzender Stephan Rojahn. Auftragseingang mit 1,31 Millionen Euro und Auftragsbestand zum 30. September mit 1,18 Millionen Euro unterschritten die Vorjahreswerte, als Dürr in den ersten neun Monaten einen Auftragseingang von 1,91 Millionen Euro und einen Auftragsbestand von 1,73 Millionen Dollar verzeichnete. Die damals außerordentlich hohen Zahlen seien aber von einem Großauftrag des US-Autobauers General Motors (GM) geprägt gewesen.

Von den außerplanmäßigen Aufwendungen bei Ecoclean und Final Assembly Systems seien 10,8 Millionen Euro im Ergebnis zum 30. September erhalten, teilte das Unternehmen weiter mit. Die restlichen Beträge schlagen den Angaben zufolge im vierten Quartal zu Buche. Auch Restrukturierungskosten von 2,0 Millionen Euro für Kapazitätsanpassungen seien hauptsächlich im dritten Quartal verbucht worden. Im Vorjahr hatte sich dieser Betrag in den ersten neun Monaten auf 1,6 Millionen Euro summiert. Dürr bekräftigte zugleich seine in der vergangenen Woche gesenkte Gewinnprognose. 2004 rechnet das Unternehmen nun mit einem Ergebnis zwischen acht bis zwölf Millionen Euro statt wie zuvor bei mehr als 18,7 Millionen Euro. Der Konzernumsatz soll im Gesamtjahr leicht über zwei Milliarden Euro liegen. Im Vorjahr hatte das Unternehmen einen Umsatz von rund 2,3 Milliarden Euro erzielt.

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