Anwaltsranking
Die besten Insolvenzverwalter der Republik

Der Zug vor Gericht ist teuer. Gut, wer den richtigen Experten hat. Heute zeigt Handelsblatt Online wie sich beim Prozess Geld sparen lässt - und stellt die besten Experten für Insolvenz- und Arbeitsrecht vor.

GarmischAuch wenn das viele Rechtspolitiker und Funktionäre juristischer Berufe ungern hören - in Deutschland sein gutes Recht durchzusetzen, ist leider oft genug eine Frage des Geldbeutels. Denn nicht jeder kann es sich wie Moderator Jörg Kachelmann leisten, gleich mehrere Anwälte zu engagieren, die parallel an verschiedenen Fronten für ihren Mandanten kämpfen.

Und nicht jedes Unternehmen hat die finanziellen Mittel einer Siemens AG, bei Korruptionsverdacht ganze Anwaltsteams deutscher oder angloamerikanischer Kanzleien als private Ermittler zu engagieren mit dem Ziel, die Staatsanwaltschaft milde zu stimmen. Auch im Zivilrecht kostet der Gang vor Gericht viel Bares, wenn sich Eheleute scheiden lassen oder ein Einzelhändler die aggressive Werbung eines bundesweit agierenden Filialisten mit juristischen Mitteln unterbinden will.

Drei Fragen sind es deshalb, die sich private und unternehmerisch orientierte Rechtsuchende vor der Beauftragung eines Rechtsanwalts stellen: Was kostet der Anwalt? Wie hoch ist das Prozesskostenrisiko? Und: Kann ich die Kosten wenigstens von der Steuer absetzen, wenn der Prozess verlorengeht?

Die Höhe des Anwaltshonorars divergiert stark - je nachdem, ob der Anwalt außergerichtlich oder forensisch tätig ist. Denn bei einer Vertretung vor Gericht greifen zwingend gesetzliche Tarifregeln. Doch der weitaus größte Teil der anwaltlichen Tätigkeit besteht in der außergerichtlichen Beratung. Hier darf der Anwalt für die erste Beratungsstunde bei einem Verbraucher maximal 190 Euro zuzüglich 19 Prozent Mehrwertsteuer verlangen. Die weiteren Stundensätze werden meist im Rahmen einer Honorarvereinbarung festgesetzt.

Im gewerblichen Bereich hängt die Höhe des Honorars in der Regel davon ab, ob der Koch oder der Kellner die Beratungsleistung erbringt, also der Gesellschafter oder Partner einer Kanzlei oder eben ein angestellter Anwalt, Associates genannt. Bei großen Unternehmenstransaktionen werden global agierende Anwaltsteams engagiert.

Diese internationale Vernetzung und Expertise lassen sich die Großkanzleien entsprechend honorieren. Der Frankfurter Rechtsanwalt Robin L. Fritz schätzt, dass Partner im Topsegment des Anwaltsmarkts zwischen 500 Euro und 700 Euro Stundenhonorar in Rechnung stellen. Bundesweit agierende Full-Service-Kanzleien, zu denen Fritz auch seine eigene Sozietät FPS Rechtsanwälte & Notare zählt, verlangen zwischen 275 Euro und 400 Euro.

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