Anzeige richtet sich auch gegen weitere Personen
Rewe zeigt Ex-Chef Berninghaus an

Der Kölner Handelskonzern REWE hat Strafanzeige gegen den früheren Vorstandschef Dieter Berninghaus gestellt. Es bestehe der Tatvorwurf des Betrugs, sagte ein Sprecher der Kölner Staatsanwaltschaft am Donnerstag und bestätigte damit einen Bericht der Online-Ausgabe der „Wirtschaftswoche“.

HB KÖLN. Nach Angaben von Rewe soll Berninghaus das Kölner Unternehmen beim Kauf der Internetfirma Nexum im Jahr 2000 geschädigt haben. Neben Berninghaus richte sich die Strafanzeige auch gegen drei weitere Personen.

Dabei handele es sich um einen Kölner Unternehmer, einen Zürcher Anwalt und einen Weggefährten von Berninghaus aus der Branche. Der Handelskonzern hatte Berninghaus zuvor bereits auf Schadenersatz in Höhe von 26 Millionen Euro verklagt. Dabei handele es sich um einen Fall aus dem Jahr 2000, aus dem sich eventuelle Ansprüche ergeben könnten. Nach Medienberichten soll der Kaufpreis für Internetfirma überhöht gewesen sein. Berninghaus soll durch eine Treuhandkonstruktion Nutznießer gewesen sein.

Der einstige Hoffnungsträger war im Herbst 2004 völlig überraschend ausgeschieden. Berninghaus legte das Amt des Vorstandssprechers bei der Rewe nach nur fünfeinhalb Monaten nieder.

Eine schwerwiegende Erkrankung war damals als Grund angegeben worden. Berninghaus war der Nachfolger von Hans Reischl, der fast drei Jahrzehnte an der Spitze der Kölner Genossenschaftsgruppe stand.

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