Apotheker und Wettbewerbsschützer sehen die Arzneimittelsicherheit gefährdet
Entscheid um Medikamentenabgabe in Drogerien steht an

Im Streit um die Abgabe apothekenpflichtiger Medikamente in Filialen der Karlsruher Drogeriemarktkette „dm“ will das Düsseldorfer Landgericht an diesem Mittwoch eine Entscheidung fällen.

HB DÜSSELDORF. Die Kette hatte in zunächst acht Filialen im Rheinland Rezepte von Kunden eingesammelt und apothekenpflichtige Medikamente ausgegeben, die sie von der „Europa- Apotheke“ im niederländischen Venlo bezog. Die Zentrale zur Bekämpfung unlauteren Wettbewerbs hatte auf Antrag der Apothekerkammer Nordrhein eine Unterlassungsklage eingereicht.

Apotheker und Wettbewerbsschützer sehen die Arzneimittelsicherheit gefährdet. Das zuständige Düsseldorfer Gesundheitsamt hatte zuvor Anfang August landesweit in Nordrhein-Westfalen den Verkauf apothekenpflichtiger Arzneimittel außerhalb von Apotheken verboten. Solche Medikamente dürften als „Waren besonderer Art“ ausschließlich in Apotheken abgegeben werden. Nur dort wäre der erforderliche Sachverstand für den verantwortungsvollen Umgang mit und die notwendige Beratung über diese Medikamente vorhanden, hieß es damals.

Ursprünglich hatte „dm“ geplant, nach einem dreimonatigen Test in den acht rheinischen Drogerien den Service mit apothekenpflichtigen Rezepten möglicherweise auf alle 660 Filialen in Deutschland auszudehnen. Der Anwalt der Drogisten „dm“ hatte zum Auftakt des Verfahrens am 18. August den Apothekern vorgeworfen, diese wollten lediglich ihr altes Monopol schützen.

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