Appel überlässt Exel-Chef Allan Posten als Logistik-Vorstand
Post will britische Exel bar bezahlen

Die Deutsche Post will die Übernahme der Exel im Wesentlichen aus Barmitteln finanzieren. Nur etwa ein Drittel des Kaufpreises wird mit eigenen Aktien durch eine Kapitalerhöhung bestritten, wie das Handelsblatt aus Finanzkreisen erfuhr.

DÜSSELDORF. Damit reagierten Post-Chef Klaus Zumwinkel und Post-Logistik-Vorstand Frank Appel, die die Verhandlungen mit Exel führen, auf Kritik von Aktionären und Analysten, die ein Absacken des Aktienkurses befürchten.

Die Post habe inzwischen ein erstes vorläufiges Angebot in Höhe von 5,3 Mrd. Euro vorgelegt, bestätigten die Kreise weiter. Das Exel-Management habe bereits Zustimmung signalisiert. Ein Abschluss sei nur noch eine Frage von Tagen. Zeit brauche noch die Due Diligence.

Bei der schnellen Einigung dürfte auch eine Rolle gespielt haben, dass Exel-Chef John Allan neuer Logistik-Vorstand der Deutschen Post werden soll. Dies habe den Weg für die Übernahme erst frei gemacht, sagen Branchenkenner. Zumwinkel will Exel zur neuen Logistik-Marke unter dem Dach der DHL aufbauen. Der 56-jährige Allan gilt als einer der profiliertesten Logistik-Manager der Welt. Die Entscheidung gilt daher auch als wichtiges Signal an die Adresse der Kunden von Exel.

Appel hat sich damit in den Verhandlungen sozusagen selbst überflüssig gemacht. Er gelte aber deshalb nicht als Verlierer, ist aus Post-Kreisen zu hören. Appel soll künftig zusätzlich im Vorstand neben Querschnittfunktionen für ein neues Integrationsprogramm zuständig sein, das ab 2006 das Ende 2005 auslaufende erste „Wertsteigerungsprogramm Star“ ersetzt. Die Story Appel sei noch nicht zu Ende, heißt es in Post-Kreisen. Dass er nun zurücksteckt, rechne Zumwinkel ihm mit Sicherheit hoch an. Appel, mit 43 Jahren das jüngste Vorstandsmitglied, zähle nach wie vor zu den möglichen Nachfolgern von Zumwinkel, dessen Vertrag im November 2008 ausläuft.

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