Arabischer Air-Berlin-Partner
Schweizer Streit um Etihad

Etihad sucht gerade nach einer Möglichkeit, Air Berlin frisches Geld zukommen zu lassen. Währenddessen entzündet sich ein Streit an einer Beteiligung in der Schweiz. Die Lufthansa-Tochter Swiss hat bereits reagiert.
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ZürichDer Expansionsdrang von Etihad sorgt auch in der Schweiz für Schlagzeilen. Anfang des Jahres stieg der Golf-Carrier bei der kleinen Regional-Gesellschaft Darwin Airline mit 33,3 Prozent ins Kapital ein. Zu deren Eigentümern gehört auch der Chef der Schweizer Bank UBS, Sergio Ermotti. Kurz darauf wurde die Gesellschaft in „Etihad Regional“ umgetauft.

Die Farbe an den Fliegern ist noch kaum trocken, da kündigt Etihad schon ambitionierte Ausbauziele an. Das Streckennetz soll von 16 auf 33 Ziele erweitert, die Flotte von acht auf zwölf Maschinen aufgestockt werden; gleich vier Regionalflieger der Airbus-Tochter ATR vom Typ 72-500 sollen angemietet werden.

Die Expansion der Araber hat aber die Schweizer Behörden auf den Fall gerufen. Das Bundesamt für Zivilluftfahrt (Bazl) prüft, ob Darwin Airlines wirklich noch eine Schweizer Airline ist. „Dabei geht es nicht nur um die Eigentumsverhältnisse“, erklärte ein Bazl-Sprecher. „Es geht auch um die effektive Kontrolle.“

Sprich, wenn die Maschinen aussehen wie Etihad-Flugzeuge, die Hostessen Etihad-Uniformen tragen, dränge sich der Verdacht auf, dass die Araber auch de facto das Sagen bei Darwin Airline haben. Genau diese Frage spielt auch bei den Spekulationen um die künftige Gesellschafterstruktur von Air Berlin eine Rolle.

Wie lange die Prüfung andauere, dazu wollte der Bazl-Sprecher keine Angaben machen. Sollte die Behörde zum Ergebnis kommen, dass die Schweizer Regeln verletzt sind, so droht Darwin im Extremfall der Verlust der Betriebsbewilligung.

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Swiss kündigt Leasing-Vertrag

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