Arbeitnehmer müssen zwei Stunden länger arbeiten
Flughafen Düsseldorf schickt 1000 Mitarbeiter in eine Tochtergesellschaft

Der Flughafen Düsseldorf will aus Kostengründen rund 1 000 seiner rund 2 400 Beschäftigten in eine Tochtergesellschaft für die Bodenverkehrsdienste auf dem Flughafen ausgliedern.

DÜSSELDORF. Der Chef der zu 50 Prozent privatisierten Flughafen Düsseldorf GmbH, Rainer Schwarz, sagte dem Handelsblatt, die ausgegliederten Arbeitnehmer würden künftig weiter die Privilegien des öffentlichen Dienstes genießen, doch sie arbeiteten dafür zwei Stunden pro Woche länger. "Wir sind auf dem Weg von öffentlich-rechtlichen Strukturen hin zu industriellen Standards", sagte Schwarz. Betriebsrat und die Gewerkschaft Verdi hätten zugestimmt, um die vorhandenen Arbeitsplätze zu sichern.

Der Düsseldorfer Flughafen ist die drittgrößte Luftverkehrsdrehscheibe in Deutschland hinter Frankfurt und München. Hintergrund der Umstrukturierung ist die anhaltende Ertragskrise in der Luftfahrt, die offenbar mehr und mehr die Flughäfen zwingt, Wege aus dem öffentlichen Dienstrecht zu finden. So denkt auch die Flughafen München GmbH intensiv darüber nach, wie Erträge gesteigert und Kosten minimiert werden können. Auch die Auslagerung und die Privatisierung von Unternehmensteilen seien kein Tabu, sagte Flughafenchef Michael Kerkloh dem Handelsblatt.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%