ARbeitnehmervertreter äußeren Zweifel an einer Einigung
Regierung setzt Alitalia-Gewerkschaften Frist

Das italienische Finanzministerium hat die Gewerkschaften des Landes vor einem Zusammenbruch der staatlich kontrollierten Fluggesellschaft Alitalia gewarnt, sollten sie dem Rettungsplan für den Konzern nicht zustimmen.

HB ROM. Der Abschluss der Verhandlungen über die Sanierung sei „eine unbedingt notwendige Voraussetzung, um das Unternehmen zu retten, und muss bis zum 15. September vollzogen sein“, sagte der von der Regierung ernannte Konzernchef Giancarlo Cimoli am Mittwoch bei der Hauptversammlung des Unternehmens. Auch das Finanzministerium warnte die Aktionäre vor einer „möglichen Nicht-Fortsetzung der Geschäfte“. Italien hält 62 Prozent an Alitalia. Gewerkschaftsvertreter äußerten Zweifel an einer Einigung: „Zu diesem Zeitpunkt scheint es schwierig eine Einigung zu erreichen“, sagte Guglielmo Epifani, Chef der größten italienischen Gewerkschaft Cgil. Auf die Frage nach einem möglichen Streik antwortete der Chef der Gewerkschaft CISL, Savino Pezzotta: „Man führt Krieg, wenn man muss.“

Die Unternehmensführung hatte am Montag einen Sanierungsplan vorgelegt, der die Streichung eines Viertels aller Stellen bei der Fluggesellschaft vorsieht. Damit sollen die Verluste des Konzerns bis 2006 abgebaut werden. Die wichtigsten Gewerkschaften hatten diesen Plan abgelehnt, aber Gesprächsbereitschaft signalisiert und zunächst von Streiks abgesehen. Von dem Rettungsplan ist abhängig, ob die Regierung von Ministerpräsident Silvio Berlusconi für einen Überbrückungskredit von 400 Millionen Euro bürgt und damit auch über September hinaus den Betrieb bei Alitalia sicherstellt.

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