Arbeitsbedingungen bei Amazon

Verdi ruft zum Streik bei Amazon auf

Zwischen der Gewerkschaft Verdi und dem Online-Versandhändler Amazon knirscht es weiter heftig. Noch am Samstag soll es einen neuen Streik geben. Dieser soll aber auf den Standort Leipzig beschränkt sein.
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Der Konflikt zwischen dem US-Versandriesen und Verdi dauert bereits seit Ostern 2013 an. Die Gewerkschaft fordert höhere Löhne sowie tarifliche Regelungen, wie sie im Einzel- und Versandhandel üblich sind. Quelle: dpa

Der Konflikt zwischen dem US-Versandriesen und Verdi dauert bereits seit Ostern 2013 an. Die Gewerkschaft fordert höhere Löhne sowie tarifliche Regelungen, wie sie im Einzel- und Versandhandel üblich sind.

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Frankfurt/LeipzigNeuer Streik beim Versandhändler Amazon: Die Gewerkschaft Verdi hat Beschäftigten des US-Konzerns in Leipzig kurzfristig für Samstag zu einem Streik aufgerufen. Mit dem Ausstand der Spätschicht solle darauf hingewiesen werden, dass Arbeit zu ungünstigen Zeiten tariflich geregelt werden müsse, teilte die Gewerkschaft mit.

„Arbeiten am Wochenende und in den Abendstunden sollten wirklich auf das absolute Minimum beschränkt werden, da die gesundheitlichen und familiären Belastungen für die Beschäftigten besonders groß sind“, erklärte Streikleiter Thomas Schneider. Wenn aus wichtigen Gründen doch zu solchen Zeiten gearbeitet werden müsse, müssten etwa Zuschläge im Tarifvertrag geregelt werden. Bei Amazon aber würden Zuschläge, Schutzregelungen, Urlaub und Pausen einseitig durch den Arbeitgeber festgelegt.

Gestreikt wird ausschließlich in Leipzig. Ende September hatte Verdi bereits fünf Amazon-Standorte bestreikt und mit Arbeitskampfmaßnahmen im wichtigen Weihnachtsgeschäft gedroht. Amazon hatte betont, die Ausstände hätten aber keine Auswirkungen auf die „Einhaltung des Lieferversprechens“ an die Kunden.

Der Konflikt zwischen dem US-Versandriesen und der Gewerkschaft dauert bereits seit Ostern 2013 an, immer wieder kommt es zu Streiks. Verdi fordert von dem US-Unternehmen höhere Löhne sowie tarifliche Regelungen, wie sie im Einzel- und Versandhandel üblich sind. Amazon nimmt indes die Logistikbranche als Maßstab, in der weniger gezahlt wird. Bislang verweigerte der Konzern laut Gewerkschaft jedes Gespräch. Das Unternehmen beschäftigt an bundesweit neun Standorten mehr als 9000 Mitarbeiter.

  • dpa
  • rtr
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