Arbeitskampf auf den Schienen
Bahn legt GDL neues Tarifangebot vor

Die Lokführer der GDL legen erneut die Arbeit nieder. Der Streik beginnt im Güterverkehr. Am Wochenende wird auch der Fern- und Regionalverkehr lahmgelegt. Die Deutsche Bahn versucht es mit einem letzten Angebot.
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BerlinDie Deutsche Bahn hat im Tarifkonflikt mit der Lokführergewerkschaft GDL am Freitagmittag ihr fünftes Angebot unterbreitet, das sie ursprünglich erst am Sonntag vorlegen wollte. Zum Abbau von Mehrarbeit will der Konzern im kommenden Jahr 200 zusätzliche Lokführer einstellen. GDL-Chef Claus Weselsky hatte die große Zahl an Überstunden vieler Lokführer beklagt.

Beim Entgelt sieht das Angebot für Juli bis Ende November dieses Jahres eine Einmalzahlung in Höhe von 325 Euro vor. Ab Dezember sollen die Lokführer 2,1 Prozent mehr Geld bekommen, ab Juli 2015 weitere 1,5 Prozent und ein Jahr später noch einmal 1,4 Prozent.

Insgesamt summiert sich die Entgelterhöhung so in drei Stufen auf insgesamt fünf Prozent bei einer Laufzeit von 30 Monaten. „Mit der langen Laufzeit wollen wir zum Ausdruck bringen, dass wir die Autonomie und Zuständigkeit der GDL als führender Tarifpartner für Lokführer anerkennen – unabhängig von einer möglichen gesetzlichen Regelung“, teilte Bahn-Personalvorstand Ulrich Weber mit.

Der Konzern äußerte auch erneut die Bereitschaft, mit der GDL nicht nur über die Lokführer zu reden, sondern Sondierungen über das übrige Zugpersonal zu beginnen. Es bleibe aber bei dem Grundsatz, dass es keine Tarifkonkurrenz geben dürfe – also keine unterschiedlichen Tarifverträge für die gleichen Berufsgruppen.

Wenn die GDL auf das Angebot nicht eingeht, müssen sich Bahnreisende am Wochenende auf große Einschränkungen im Fern- und Regionalverkehr einstellen. Die Gewerkschaft GDL rief ihre Mitglieder zu einem Ausstand aus, der von Samstagmorgen (02.00 Uhr) bis Montagmorgen (04.00 Uhr) dauern soll. Im Güterverkehr der Deutschen Bahn soll der Streik bereits am Freitagnachmittag (15.00 Uhr) beginnen.

GDL-Chef Claus Weselsky forderte die Deutsche Bahn auf, „endlich ihre Blockade auf dem Rücken ihrer Kunden zu beenden und mit der GDL zügig über die vorliegenden Tarifverträge für das Zugpersonal zu verhandeln“. Er fügte hinzu: „Der Arbeitgeber weiß, dass wir bereit sind, bei den inhaltlichen Verhandlungen auch Zugeständnisse zu machen.“ Eine Tarifeinheit sei mit der GDL aber nicht machbar.

Aus Sicht der Deutschen Bahn hat die Gewerkschaft jedes Maß verloren. „Die GDL läuft Amok“, hieß es in einer Erklärung der Bahn. Der Konzern erinnerte daran, dass am Samstag und Sontag in rund der Hälfte der Bundesländer die Schulferien beginnen oder zu Ende gehen. Ohne Not würden Millionen von Menschen die Ferien verdorben. Es werde immer deutlicher, dass es nicht um die Interessen der Lokomotivführer gehe, „sondern um Allmachtsfantasien eines Funktionärs“. Die Bahn bezog sich damit auf den GDL-Vorsitzenden Weselsky.

Die Bahn will auf Ersatzfahrpläne an den beiden Streiktagen umstellen. Die Details würden noch ausgearbeitet und sollten im Laufe des Tages veröffentlicht werden. Online könnten Kunden zum Teil bereits sehen, ob ihre Zugverbindung ausfällt oder nicht. Von 13.00 Uhr an werde wieder die kostenfreie Service-Telefonnummer 0800 996633 geschaltet.

Die GDL hatte erst am Mittwoch und Donnerstag den Bahnverkehr für 14 Stunden bestreikt. Der neue Ausstand fällt mit dem Ferienbeginn in Berlin, Brandenburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Rheinland-Pfalz, dem Saarland und Sachsen zusammen. Außerdem enden die Ferien in Nordrhein-Westfalen und Thüringen.

Die GDL verlangt fünf Prozent mehr Lohn und kürzere Arbeitszeiten. Kern des Konflikts ist aber, dass sie dies nicht mehr allein für die 20.000 Lokführer fordert, sondern auch für rund 17.000 Zugbegleiter und Rangierführer. Sie fasst diese Gruppen mit den Lokführern als „Zugpersonal“ zusammen und reklamiert darin die Mehrheit der Mitglieder für sich. „Statt nach dem Staat zu rufen, muss die Deutsche Bahn die Fakten ankennen“, verlangte GDL-Chef Claus Weselsky.

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  • Grundsätzlich muß gelten, daß Streiks, unter dem die Bevölkerung und/oder die Kunden des bestreikten Unternehmens Nachteile haben, verboten sein müssen und bei Zuwiderhandlungen die Schäden durch die Streikenden und deren Anzetteler, also die Gewerkschaften, bezahlt werden müssen. Wie ich schon vor einiger Zeit hier kommentierte, müssen daher Gewerkschaften verboten werden und nur noch direkt geeignete Schlichter eingesetzt werden. Diese könnte man, genau so wie bei der Papstwahl die Kardinäle, in eine Kammer sperren, bis ein ausgewogenes und vernünftiges Ergebnis vorliegt. Weißer Rauch muß nicht unbedingt verströmt werden.
    Wieder einmal sind unsere unfähigen Politiker gefragt, dies umzusetzen.

  • Der neue Versuch, ein ganzes Land in Geiselhaft zu nehmen und systematisch lahmzulegen ist das allerbeste Argument, das gesamte Schienennetz so bald wie möglich auf fahrerlose Züge umzustellen!

  • @Herr Ro Ba
    "@Frau Andrea Merker Typisch: wenn Beleidigungen Argumente ersetzen, fällt mir nix mehr ein; außer: Matthäus 5:3"

    Sie haben mich zuerst beleidigt, Sie haben Null Argumente gegen meinen Beitrag vorgebracht und ihn pauschal als Schwachsinn bezeichnet.

    Ich fordere Sie hiermit noch einmal auf, setzen Sie sich argumentativ mit meinem Beitrag auseinander oder halten Sie den Mund!!!
    Ihr nassforsches Gehetze können Sie in der Zeitung die mit B anfängt unterbringen, da gehören Sie hin mit Ihren unqualifizierten Beiträgen.

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