Arbeitskosten müssen reduziert werden
Entscheidende Tarifrunde bei der Bahn

Die Tarifverhandlungen über Beschäftigungsgarantien bei der Bahn gehen an diesem Dienstag in die entscheidende Runde. Bahn-Chef Hartmut Mehdorn sagte am Montag, er hoffe, vor Weihnachten einen Tarifvertrag abzuschließen.

HB BERLIN. Vorstandschef Hartmut Mehdorn und die Spitzen der drei Gewerkschaften kommen in Berlin zusammen, um einen Verzicht auf Entlassungen bis zum Jahr 2010 perfekt zu machen. Die Gewerkschaften Transnet und GDBA und der Konzern zeigten sich nach dem Ende November erzielten Durchbruch am Montag optimistisch, dass eine Einigung gelingen könnte. Auch die zeitweise ausgestiegene Lokführer-Gewerkschaft GDL will teilnehmen.

In den Gesprächen für rund 150 000 Beschäftigte geht es noch vor allem darum, wie die Arbeitskosten im Gegenzug für die Verlängerung des Ende 2004 auslaufenden Beschäftigungspaktes gesenkt werden. Die Bahn, Transnet und GDBA hatten sich auf eine Kostenreduzierung von 5,5 Prozent verständigt, die „primär“ durch eine höhere Arbeitszeit erreicht werden soll. Eine pauschale und dauerhafte Erhöhung von 38 auf 40 Wochenstunden lehnen die Gewerkschaften aber ab.

Mehdorn sagte am Montag in Frankfurt, er hoffe, vor Weihnachten einen Tarifvertrag abzuschließen. Die Arbeitskosten müssten herunter. „Jeder muss ein Stückchen hergeben, der einen sicheren Arbeitsplatz haben will.“ Transnet-Chef Norbert Hansen sagte, den Beschäftigten dürfe über die vereinbarten Eckpunkte hinaus nichts Zusätzliches zugemutet werden. „Mehr darf es nicht werden.“ Die Gewerkschaft fürchte, ein Teil der Erträge in der mittelfristigen Gewinnplanung solle über eine Senkung der Personalkosten erreicht werden.

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