Arcandor-Konzern
Verkauf der Karstadt-Immobilien steht

Der Essener Touristik- und Handelskonzern Arcandor hat den Verkauf seiner Warenhaus-Immobilien nach langwierigen Verhandlungen in trockene Tücher gebracht. Das bringt der Karstadt-Mutter viel Geld und bescherte ihrer Aktie an der Börse einen Kurssprung.

HB DÜSSELDORF. Ein von der der Deutsche-Bank-Immobilientochter RREEF geführtes Konsortium, dem auch die italienische Pirelli RE, Generali und die Borletti Group angehören, teilte am Mittwoch mit, man habe eine "verbindliche Vereinbarung" mit Arcandor unterzeichnet. "Wir haben wie versprochen die Immobilien-Transaktion abgeschlossen - und das trotz der Subprime-Krise", betonte ein Arcandor -Sprecher.

Die Karstadt-Muttergesellschaft bekomme dafür 800 Mill. Euro. Die Arcandor -Aktie reagierte mit einem Kurssprung um fünf Prozent auf den Abschluss und notierte bei 11,82 Euro.

Das Konsortium übernimmt von Arcandor 49 Prozent an der Immobiliengesellschaft Highstreet, welche die Mehrheit an den Gebäuden der Karstadt-Warenhäuser in Deutschland besitzt. Das Portfolio besteht insgesamt aus 164 Immobilien. Die übrigen 51 Prozent hält der Goldman-Sachs -Fonds Whitehall, mit dem das Konsortium nach eigenen Angaben gemeinsam die Kontrolle über Highstreet ausüben will. Karstadt ist nach dem Verkauf nur noch Mieter der Warenhäuser und wird in Zukunft mehr für die Nutzung der Immobilien zahlen müssen.

Die Transaktion habe ein Gesamtvolumen von 4,56 Mrd. Euro, teilte das Konsortium mit. Darunter sind Kredite über rund 3,5 Mrd. Euro, die durch die Immobilien gesichert sind. Ende Mai soll das Geschäft endgültig abgeschlossen werden. Unter anderem müssen noch die Kartellbehörden zustimmen.

Mit dem Millionenerlös will Arcandor einen Kredit für die Übernahme von Anteilen am Touristik-Unternehmen Thomas Cook von der Lufthansa abzahlen. Thomas Middelhoff, der den einstigen KarstadtQuelle -Konzern als Chef von Grund auf umgebaut hatte, sieht die Touristik als wichtigste Säule des Unternehmens.

Zuletzt hatte es immer wieder Zweifel gegeben, ob die schon mehrfach angekündigte Transaktion tatsächlich abgeschlossen werden könne. Streit hatte es Verhandlungskreisen zufolge um den Wert der Immobilien gegeben.

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