Asiatische Hotelkette zielt auf Touristen aus China: Shangri-La wagt den Sprung nach Europa

Asiatische Hotelkette zielt auf Touristen aus China
Shangri-La wagt den Sprung nach Europa

Die rasch expandierende asiatische Luxushotelkette Shangri-La kommt nach Europa. Sie hat in dieser Woche in London die Verträge für ihre neue Top-Adresse im geplanten London Bridge Tower unterzeichnet, der 2009 eröffnet werden soll.

ek/ape FRANKFURT/LONDON. Spätestens 2010 will der deutsche Marketing-Vorstand der börsennotierten Hongkonger Gruppe, Martin F. Waechter, auch mit Luxushotels in Frankfurt und Paris präsent sein. Es liefen Gespräche mit potenziellen Partnern, sagte der frühere Steigenberger-Vorstand in Frankfurt.

Den ersten Brückenschlag nach Europa lässt sich die Shangri-La Asia Ltd., die zum asiatischen Mischkonzern Kuok Group gehört, einiges kosten. In der mit Glas verkleideten, einem Kirchturm nachempfundenen, mehr als 300 Meter hohen Spitze des von Star-Architekt Renzo Piano geplanten Towers will die Kette für 50 Mill. Euro 170 Luxuszimmer und 25 Suiten einrichten. Im vergangenen Jahr setzte das Unternehmen mit 46 Hotels etwas mehr als eine Mrd. Euro um.

Ähnliche, für asiatische Verhältnisse eher kleine Fünf-Sterne-Häuser sollen auch in Frankfurt und Paris gebaut werden. Shangri-La werde sich in Europa auf die Orte beschränken, in denen mit einem rasch steigenden Anteil chinesischer Gäste zu rechnen ist. So seien im vergangenen Jahr erstmals mehr als eine Million Chinesen nach Paris gereist – „das ist erst der Anfang“, sagte Waechter. Die Zahl der chinesischen Gäste in Europa werde stark wachsen, mit erheblichen Impulsen für das Messe-, Kongress- und Tourismusgeschäft sowie für den Handel.

„Bisher expandierten die großen Hotelkonzerne aus Europa und Nordamerika in Asien, jetzt hat Shangri-La den Spieß umgedreht“, sagte Stephan Gerhard, Chef der Hotel-Beratungsfirma Treugast, dem Handelsblatt. Allerdings nur in begrenztem Umfang, betonte Waechter: „Wir haben keine Absichten, eine globale Gesellschaft zu werden.“ Drei, vier Häuser sowohl in Europa als auch in Nordamerika seien genug. Schwerpunkt sei die Entwicklung des China-Marktes. Dort hat die Kette bereits 19 Häuser, bis 2009 sollen wenigstens 17 hinzu kommen. Bis 2010 werde sich die Zahl der Hotels auf etwa 90 verdoppeln – überwiegend in Asien. Nach dem von der Sars-Epidemie geprägten Jahr 2003 habe Shangri-La dort 2004 ein Nachfrageplus von 43 Prozent erzielt. „Wir sind aus der Talsohle heraus“, betonte Waechter.

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