Atomangst: Deutsche Reeder meiden den Hafen von Tokio

Atomangst
Deutsche Reeder meiden den Hafen von Tokio

Die deutsche Reeder Hapag-Lloyd und Offen laufen vorerst nicht in die Häfen von Tokio und Yokohama ein. Damit soll die Besatzung vor Strahlung geschützt werden. Die Konkurrenz warnt vor einem Liefer-Rückstau.
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Singapur/TokioWegen der Atomkatastrophe in Japan meiden deutsche Reedereien die Häfen in Tokio und Yokohama. Sollten andere ausländische Handelsgesellschaften sich diesem betont vorsichtigen Vorgehen anschließen, befürchten Branchenvertreter für die krisengeschüttelte Wirtschaft des Landes eine weitere Verschärfung der Lieferengpässe. 

Um Besatzungen und Schiffe vor radioaktiver Strahlung zu schützen, steuern die Hamburger Unternehmen Hapag-Lloyd und Claus-Peter Offen die beiden Häfen an der japanischen Ostküste vorerst nicht mehr an, wie sie am Donnerstag bestätigten. Dies hatte der Konkurrent Hamburg Süd zunächst auch beschlossen. Er entscheidet mittlerweile aber im Einzelfall, ob diese Ziele angefahren werden oder nicht. „Wir schauen uns die Wetterverhältnisse genau an“, sagte eine Firmensprecherin. So seien am Donnerstag Tokio und Yokohama wieder angelaufen worden. 

Auch Hapag-Lloyd und Offen hoben hervor, dass sie die Entwicklung ständig beobachten und bei einer geänderten Sicherheitseinschätzung ihre Entscheidungen umgehend revidieren könnten. Als Ausweichhafen nannten sie etwa den von Kobe. 

Die Hafeninfrastruktur Japans ist im Großen und Ganzen durch das Erdbeben vor zwei Wochen relativ wenig beschädigt worden. Der Hafen von Tokio ist der viertgrößte des Landes und befindet sich etwa 250 Kilometer südlich des havarierten Atomkraftwerks Fukushima.

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  • Wer kommt eigentlich für die Umsatzverluste auf, die durch einen solchen GAU verursacht werden. Warum eigentlich werden AKWs nicht versichert? Wenn das nicht geht, ist das Restrisiko doch zu hoche. Also abschalten?!
    http://faszinationmensch.wordpress.com/2011/03/23/ist-eine-haftpflicht-fur-akws-nicht-finanzierbar-dann-abschalten/

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