Atomenergie
Erneute Panne im Mängel-Kraftwerk Cattenom

Der französische Energiekonzern EDF gerät zunehmend in Erklärungsnot. Seit Wochen kommt es in dem umstrittenen Atomkraftwerk Cattenom zu Pannen. Nun traf es erneut Reaktor zwei, wo es Probleme mit dem Kühlwasser gab.
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Cattenom / ParisDie Pannenserie im französischen Atomkraftwerk Cattenom nahe der deutschen Grenze nimmt kein Ende. Am Wochenende musste Reaktorblock zwei zum dritten Mal seit Anfang Februar ungeplant abgeschaltet werden. Grund für den automatischen Stopp seien Arbeiten an einem Druckluftbehälter des stillliegenden Blocks 1 gewesen, teilte Betreiber EDF mit. Sie hätten dazu geführt, dass sich ein Ventil für die Kühlwasserversorgung von Block zwei geschlossen habe.

Der Vorfall am Samstag habe keine Auswirkungen auf die Sicherheit der Anlagen, auf das Personal und die Umwelt gehabt, betonte EDF. Der 1300-Megawatt-Reaktor solle nach einer Inspektion so schnell wie möglich wieder ans Netz gehen.

Wegen technischer Probleme war Block zwei der Nuklearanlage bereits in den vergangenen Wochen zweimal abgeschaltet werden - zuletzt am 21. Februar nach einem Defekt an einem Generator. Die Bundesländer Rheinland-Pfalz und Saarland sowie Luxemburg fordern mittlerweile die sofortige Stilllegung des Atomkraftwerks, weil die Sicherheitstechnik nicht dem heutigen Stand entspreche. Cattenom ist nur wenige Kilometer von den Grenzen zu Deutschland, Belgien und Luxemburg entfernt.

Nach der Katastrophe im japanischen Fukushima war die Sicherheit in allen europäischen Atomkraftwerken unter „Stress-Bedingungen“ überprüft worden. Die französische Atomaufsicht ASN hatte in Cattenom Mängel entdeckt, darunter Rost an Teilen, Defizite bei der Notstromversorgung und im Kühlungssystem sowie bei der Erdbebensicherheit. Seit Inbetriebnahme 1986 wurden dort mehr 750 sicherheitsrelevante Ereignisse registriert.

Kommentare zu " Atomenergie: Erneute Panne im Mängel-Kraftwerk Cattenom"

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  • Wer sagt denn, daß bei einem SuperGAU in Cattenom überhaupt irgendjemand zu Schaden kommt, insbesondere ausserhalb des Kraftwerksgeländes? In Fukushima kam jedenfalls niemand zu Schaden durch das AKW, soviel steht fest.
    Die Zwangs-Evakuierungen sind eine reine staatliche Schikane, die der hysterischen Angst der Leute vor dem Unbekannten zu verdanken ist. Wenn man die Strahlung bei Fukushima objektiv betrachtet, ist sie harmlos und nicht grösser als in vielen Gebieten auf der Erde. Objektiv ist Strahlung und Kontamination auch nicht gefährlicher als Chemikalien und Abgase - aber jemand erklär das mal den deutschen Zipfelmützen...

  • Ich habe es satt schaltet das scheiß kraftwerk endlich an ansonsten muss die nachrichtenversorgung ganz schnell besser werden denn dies sind nachrichten von heute 16.03.2012
    Die Pannen-Meldungen aus dem französischen Kernkraftwerk Cattenom reißen nicht ab. Wieder kam es zu einem Zwischenfall, als wegen eines Defekts in einer Hochspannungsleitung am Dienstag der Strom ausfiel. Auch die Fehleranalyse verlief offenbar nicht reibungslos.

  • Jetzt ist schon wieder was passiert...Das ist nun mal das Tagesgeschäft des Sonntagsjournalisten, dem Leser einmal die Woche eine Gänsehaut zu bereiten. Erneute Panne im Kraftwerk Cattenom wäre aber durchaus zutreffend. Erneuter Rechtsschreibfehler im Handelsblatt auch. Nur sind noch wenige Menschen durch Rechtsschreibfehler im Handelsblatt an Leib und Leben gefährdet worden. Und wenn auch der Revisor kommt, so wird er nicht behaupten wollen, dass Tageszeitungen vergleichbar gefährlich sind wie AKW. Die Fische, die mit dem Handelsblatt einge-wickelt werden, waren jedenfalls alle schon vorher tot. Und während Sie die freie Wahl haben, dass Handelsblatt zu sich zu nehmen, haben, wenn in Cattenom ernstlich was schiefgeht, die Menschen in 50 Kilometer Umkreis nicht die freie Wahl, den Gefahren auszuweichen. Es braucht also 100% Sachverstand um dauerhaft die Sicherheit zu gewährleisten. Aber es braucht keinen AKW-Sachver-ständigen, um die Pannen zu vermelden.

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