Atticus droht Seifert mit Entmachtung: Fast jeder zweite Aktionär gegen LSE-Übernahme

Atticus droht Seifert mit Entmachtung
Fast jeder zweite Aktionär gegen LSE-Übernahme

Der Widerstand einiger Aktionäre der Deutschen Börse gegen die geplante Übernahme der London Stock Exchange plc (LSE) verschärft sich.

HB FRANKFURT. David Slager, Direktor bei Atticus Capital, drohte dem Vorstandsvorsitzenden Werner Seifert im Magazin "Focus" mit Entmachtung: "Wenn wir den Vorstand nicht stoppen können, dann werden wir ihn eben entfernen." Atticus hält 5 % an der Deutschen Börse und hat zusammen mit anderen Übernahmegegnern die Sperrminorität von 25% erreicht. Laut "Financial Times" (FT - Webseite) halten die Fusionsgegner mittlerweile einen Stimmrechtsanteil von insgesamt 38 % an der Deutschen Börse.

Die Fonds planen dem Focus-Bericht zufolge auf der Hauptversammlung am 25. Mai die Abwahl des Aufsichtsrates. Im "Sunday Telegraph" und anderen britischen Blättern wurde Lord Jacob Rothschild als Favorit von Atticus genannt, um Rolf Breuer als Aufsichtsratsvorsitzenden der Deutschen Börse zu ersetzen. Der Hedgefonds The Childrens Investment (TCI), ebenfalls Gegner einer Fusion mit der LSE, halte mittlerweile 7,5 % an der Deutschen Börse, hieß es in dem Bericht weiter. Als weitere größere Anteilseigner, die gegen die Pläne der Börse sind, hielten Fidelity Investments 6 % und Merrill Lynch 3,5 %. Ein Sprecher der Deutschen Börse wollte sich nicht zu den Berichten äußern.

Merrill Lynch Investment Management habe sich sich schriftlich an das Management der Börse gewandt, um ihre Abneigung gegen eine Übernahme der LSE klarzumachen, hieß es in dem Bericht der "Financial Times". Die "Sunday Times" berichtete unterdessen, LSE-CEO Clara Furse und Chairman Chris Gibson-Smith arbeiteten an einem Notfallplan, falls sowohl die Übernahmepläne der Deutschen Börse als auch jene der Euronext NV scheitern sollten. Ein Sprecher der LSE wollte dies nicht kommentieren.

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