Auch Bilfinger Berger und Strabag interessiert
Walter Bau: Intensive Verkaufsverhandlungen

Die Verkaufsverhandlungen für die profitablen Kernsparten des zusammengebrochenen Konzerns Walter Bau gehen in die heiße Phase. Am Wochenende sei intensiv mit vier Interessenten verhandelt worden, hieß es in Branchenkreisen. Dazu gehöre auch der Konkurrent Bilfinger Berger sowie der österreichische Konzern Strabag.

HB AUGSBURG. Es sei das Ziel, im Laufe der Woche eine Einigung zu finden. Derzeit würden die Interessenten Einsicht in die Bilanzen nehmen, um zu einer Unternehmensbewertung zu gelangen. Die potenziellen Käufer interessierten sich vor allem für den Verkehrswegebau, hieß es.

Bei der Entscheidung für einen Käufer solle die Zukunftssicherung des Unternehmens oberste Priorität haben. Dabei gehe es vor allem um den Erhalt der Arbeitsplätze. Der Konzern hatte zuletzt mehr als 9000 Mitarbeiter.

Gesamtbetriebsratschef Karl Bauer zeigte sich zuversichtlich. Insolvenzverwalter Werner Schneider strebe keine Zerschlagung von Walter Bau an, sondern bevorzuge einen Investor, der das Unternehmen als Ganzes weiterführe, sagte Bauer der Tageszeitung „Die Welt“ (Montag). „Die Weitergabe von lukrativen Töchtern an einzelne Rosinenpicker steht nicht auf der Tagesordnung.“ Bauer widersprach damit Spekulationen, wonach eine Zerschlagung des Konzerns näher rücke.

Die drei größten Walter-Bau-Töchter Heilit Verkehrswegebau, Dywidag Systems und Dywidag International sind nach Worten von Bauer inzwischen nicht mehr von der Insolvenz bedroht. Die Banken hätten das laufende Geschäft gesichert.

Die Dachgesellschaft Walter Bau-AG mit rund 4000 Beschäftigten hatte Anfang Februar wegen Zahlungsunfähigkeit Insolvenzantrag gestellt, nachdem Verhandlungen mit Gläubigerbanken über eine Verlängerung von Bürgschaftskrediten gescheitert waren. Seitdem ist die Zukunft des Baukonzerns ungewiss. Neben den Beschäftigten bei Walter Bau bangen Tausende weitere Menschen bei Zulieferern und Partnern um ihre Arbeitsplätze.

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