Auch Fillialketten rüsten auf
Online bietet Chancen für traditionellen Handel

Auf den ersten Blick scheint der rasante Vormarsch des Internethandels für Deutschlands Ladenbesitzer eine existenzielle Bedrohung zu sein. Nach Schätzung von Experten verliert der traditionelle Handel durch die Onlinekonkurrenz in den nächsten drei Jahren bis zu 18 Mrd. Euro Umsatz.

WIESBADEN. Doch der Schein trügt: Denn einen Großteil des Geschäfts im Internet – das zeigt ein Blick in die Statistik – bestreiten die stationären Händler selbst. Unter den Top 10 der deutschen Web-Kaufhäuser stammt die Hälfte der Anbieter aus dem traditionellen Ladengeschäft, darunter Douglas mit Buch.de oder Tchibo mit seinem Onlineshop. Vier weitere Topanbieter sind die altehrwürdigen Versandhäuser Otto, Quelle, Neckermann und Heine.

Inzwischen rüsten selbst Filialketten, die bislang nur sporadisch im Internet vertreten waren, kräftig nach – darunter das schwedische Möbelhaus Ikea. „Bis 2010 wollen wir zehn Prozent unseres Umsatzes im Onlinehandel generieren“, sagt dessen Homeshopping-Beauftragter Andreas Karafotias.

Dabei ist das Internet keineswegs eine Domäne der Konzerne. Zahlreiche Mittelständler wachsen mit ihren Angeboten mindestens ebenso rasant. Die notwendige Werbeunterstützung erkaufen sich die meist unbekannten Shops durch kostenpflichtige Links auf den Suchseiten von Google oder Yahoo.

Auch Shopping-Portale und Preissuchmaschinen im Internet machen die kleinen Shops zu ernsthaften Konkurrenten der etablieren Onlineshops. Mit einem Wachstum von 350 Prozent schaffte es das Einkaufsportal Preisvergleich.de im letzten Jahr sogar unter die Spitzenreiter im deutschen Internet, wie die Marktforschung Nielsen-Netratings ermittelt hat. Auch das Shop-Portal Electronicscout24.de, das auf die Seiten kleinerer Elektronikanbieter verweist, ließ beim Wachstum größte Wettbewerber wie Promarkt.de oder Media-Online hinter sich.

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