Auch Hochtief überlegt, auf dem Subkontinent aktiv zu werden
Fraport will in Indien investieren

Die Frankfurter Flughafengesellschaft Fraport ist an einem Einstieg beim indischen Flughafen Bombay interessiert.

HB FRANKFURT. Die Frankfurter Flughafengesellschaft Fraport unternimmt trotz der finanziellen Lasten aus dem gescheiterten Manila-Projekt einen neuen Expansionsversuch in Asien. Das Unternehmen will in Indien zusammen mit einheimischen Investoren die Mehrheit am Flughafen Bombay übernehmen. Bei den Luftfahrtexperten von Banken stieß das Vorhaben auf große Skepsis.

„Die Gruppe, in der wir uns mit Finanz- und Infrastrukturinvestoren zusammengeschlossen haben, wird bis zum 4. Juni ihr Kaufinteresse mit einer „Expression of Interest' offiziell bekunden“, sagte ein Fraport-Sprecher am Donnerstag. Für Fraport selbst bedeute dies eine Minderheitsbeteiligung an dem Flughafen. Dabei gehe es für Fraport insbesondere um einen Managementvertrag für den Flughafen Bombay, der sich derzeit zu 100 Prozent in Staatsbesitz befindet.

Die indische Regierung hatte kürzlich angekündigt, sie wolle jeweils 74 Prozent des Staatsanteils an den beiden wichtigsten Flughäfen des Landes in Neu Delhi und Bombay privatisieren. Zu den möglichen Mitbewerbern gehört möglicherweise auch der deutsche Baukonzern Hochtief, der unter anderem bereits am Flughafen Sydney beteiligt ist. „Es ist aber überhaupt nicht entschieden, ob wir ein Angebot für eine Beteiligung abgeben werden“, sagte eine Sprecherin von Hochtief Airport. Bis zur zweiten Juni-Woche wolle die indische Regierung wissen, wer Interesse daran habe, sich an einem Bieterverfahren zu beteiligen.

Fraport mit unterschiedlichem Erfolg bei Auslandsprojekten

Fraport hat im Rahmen seiner Auslandsbeteiligungen in Asien bereits eine Bruchlandung erlebt. Nach dem Scheitern des Baus eines neuen Terminals am philippinischen Flughafen Manila musste das Unternehmen in den vergangenen Jahren inklusive Zinsen insgesamt 350 Millionen Euro abschreiben. Fraport hatte 1999 eine Beteiligung an einer Firma auf den Philippinen erworben, um das Terminal zu bauen und später zu betreiben. Nach Fertigstellung ging es aber auf Grund rechtlicher Probleme nicht in Betrieb. Fraport hat im Ausland auch erfolgreichere Beteiligungen vorzuweisen, wie etwa am Flughafen Antalya in der Türkei und am Airport der peruanischen Hauptstadt Lima, wo zuletzt im ersten Quartal deutliche Zuwächse bei den Passagierzahlen zu verzeichnen waren.

Seite 1:

Fraport will in Indien investieren

Seite 2:

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%