Auch im zweiten Quartal Sondererträge zu erwarten
Amadeus-Verkauf poliert Lufthansa-Bilanz auf

Die Airline ist auch im traditionell schwachen ersten Quartal des Geschäftsjahres operativ in die roten Zahlen geflogen, konnte den Verlust aber deutlich senken. Die vielfältigen Maßnahmen zur Kostensenkung und Restrukturierung in den Bereichen Catering und Touristik machten sich dabei bereits positiv bemerkbar. Dass unter dem Strich nach einem Rekordverlust im Vorjahr mit einem Nettogewinn von 62 Mill. € dennoch ein Pluszeichen steht, dafür ist ein Sonderertrag aus dem Verkauf des Flugbuchungsunternehmen Amadeus verantwortlich.

HB FRANKFURT. Operativ blieb die Kranich-Fluglinie mit minus 116 Mill. € zwar in den roten Zahlen. Doch fiel der operative Verlust um fast drei Viertel geringer aus als vor einem Jahr (minus 419 Mill. €). „Wir sind besser, schlanker und effizienter“, sagte Lufthansa-Chef Wolfgang Mayrhuber. Analysten hatten im Schnitt allerdings mit einem noch etwas geringeren operativen Verlust von 97 Mill. € und einem leicht höheren Reingewinn von 78 Mill. € kalkuliert.

Der Quartalsumsatz der drittgrößten europäischen Fluggesellschaft lag mit einem Zuwachs von 5,2 % auf 3,9 Mrd. € im Rahmen der Erwartungen. Lufthansa blieb im Hinblick auf das Gesamtjahr bei seiner Prognose, nach dem Rekordverlust von fast einer Milliarde Euro und dem Ausfall der Dividende für 2003 in jedem Fall wieder ein deutlich positives operatives Ergebnis und einen Konzerngewinn zu erzielen. Allerdings nannte das Unternehmen keine konkreten Zielzahlen.

Die vielfältigen Maßnahmen zur Kostensenkung und Restrukturierung insbesondere in den zuletzt defizitären Bereichen Catering (LSG Sky Chefs) und Touristik (Thomas Cook) hätten sich im traditionell schwächsten ersten Quartal des Luftverkehrs bereits ausgezahlt, sagte Mayrhuber. Die betrieblichen Aufwendungen seien um 3,6 % auf 4,3 Mrd. € zurückgegangen. Für Treibstoff habe der Konzern im ersten Quartal wegen des hohen Anteils an vorab gesicherten Preisen mit 339 Mill. € nur rund 1,5 % mehr ausgegeben als im Vorjahr. Ohne die Absicherung hätte Lufthansa 36 Mill. € zusätzlich aufwenden müssen.

Für den Konzerngewinn im ersten Quartal sorgten die 292 Mill. € Buchgewinn aus dem Verkauf der Amadeus-Anteile. Auch im zweiten Quartal dürften weitere Sondererträge zu Buche schlagen, nachdem vor wenigen Tagen der Verkauf der Sparte Gebäudetechnik an den Baukonzern Hochtief unter Dach und Fach gebracht worden ist.

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