Auch Kooperationen in Deutschland angestrebt: Imax will in Europas Kinos expandieren

Auch Kooperationen in Deutschland angestrebt
Imax will in Europas Kinos expandieren

Das kanadische Kinotechnik-Unternehmen Imax Corp. will durch Partnerschaften mit Multiplex-Kinos in Europa expandieren. Bekannt durch 3-D-Filme, die in eigenen, meist kuppelförmigen Kinos gezeigt werden, will Imax nun mit abgespeckter Technik mehr Zuschauer erreichen.

HB LONDON. Dafür bereitet Imax Hollywoodfilme digital auf und zeigt sie in einem zehnfach vergrößerten Format auf Riesen-Leinwänden und in hoher Bild- und Tonqualität. Beispiele dafür waren bisher zwei Filme der „Matrix“-Trilogie, „Spiderman 2“ und „Harry Potter und der Gefangene von Askaban“. Als nächstes soll der digitale Trickfilm „Robots“ in aufbereiteter Imax-Version starten.

„Wir bieten den Kinoketten an, in ihren Multiplex-Theatern einen Saal auf die Imax-Technik umzurüsten“, sagte Co-Vorstandschef Richard Gelfond dem Handelsblatt in London. „Dafür ist es neben der neuen Projektionsanlage nötig, die Leinwand näher an die Zuschauer zu rücken und sie so zu vergrößern, dass sie eine Wand ausfüllt.“ Die Investition mache sich aber schnell bezahlt, weil der Umsatz der Multiplex-Kinos mit Imax steige.

20 neue Standorte will Imax auf diese Weise in Deutschland gewinnen. Bisher sind es neun eigene Imax-Theater, die zum Teil zu Vergnügungsparks oder Museen gehören. Die großen Kinoketten des Landes verhalten sich allerdings noch zurückhaltend. „Mir ist von Gesprächen darüber nichts bekannt“, sagte Arne Schmidt, Sprecher der Cinemaxx AG. „Die Imax-3D-Kinos sind schon beeindruckend, aber die Frage ist, wie viel Weiterentwicklung Imax in die Multiplex-Kinos bringen kann“, sagte er. „Der Ton ist bei uns ja schon optimal.“ Die Frage sei, wie viel mehr die Kinobesucher für die Imax-Version eines Films zu zahlen bereit wären. Auch Georg Wellers, Sprecher von UCI Deutschland, sagte, sein Unternehmen führe noch keine Gespräche mit Imax. Er verwies darauf, dass sich mehrere Imax-Standorte, wie Düsseldorf und Bochum, nicht getragen hätten.

Imax wurde 1967 gegründet. Doch der Durchbruch aus der Nische der 3D-Theater steht noch immer aus. Seit mehr als zehn Jahren ist das Unternehmen börsennotiert. Nachdem sich der Aktienkurs in den vergangenen neun Monaten mehr als verdoppelte, kommt das kanadische Unternehmen heute auf einen Börsenwert von rund 450 Mill. Dollar. 235 Kinos in 35 Ländern zeigen heute Imax-Filme. Der Umsatz belief sich 2003 auf 120 Mill. Dollar, für 2004 liegen noch keine Zahlen vor.

Der bisher größte Erfolg des Unternehmens ist die 3D-Version des Hollywood-Films „Polar-Express“, der seit Ende 2004 auf 83 Leinwänden insgesamt 41 Mill. Dollar eingespielt hat.

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