Auch Kurkliniken drängen auf den attraktiven Markt
Luxushotels entdecken die Wellness-Welle

Das noble Brenner's Park-Hotel in Baden-Baden machte den Anfang, nun folgt das Kempinski Falkenstein in Königstein im Taunus. Auch die Steigenberger-Gruppe holt sich nun Ärzte in ihre Hotels. „Medical Wellness wird ein großer Trend“, urteilt Stephan Gerhard, Chef der Branchenberatungsfirma Treugast.

HB KÖNIGSTEIN. In der weltweiten Wellness-Welle entdeckt die Luxushotellerie das Angebot qualifizierter medizinischer Dienstleistungen als lukrative Nische. Das noble Brenner's Park-Hotel in Baden-Baden machte den Anfang, nun folgt das Kempinski Falkenstein in Königstein im Taunus. Auch die Steigenberger-Gruppe holt sich Ärzte in ihre Hotels. „Medical Wellness wird ein großer Trend“, urteilt Stephan Gerhard, Chef der Branchenberatungsfirma Treugast.

In einem denkmalgeschützten wilhelminischen Bau gleich gegenüber der Hotelvorfahrt hat das Kempinski Falkenstein jetzt sein „Ascara Health & Beauty Center“ eröffnet – ein „Trainingslager für die Gesundheit“, wie es Claudia Christ, die medizinische Leiterin, salopp formuliert. In einem ausgeklügelten Mix aus Traditionsmedizin und High-Tech-Methoden will die Internistin den Patienten Prävention auf hohem Niveau bieten und gesundheitliche Defekte eher erkennen als die Schulmedizin. Der physische und psychische Zustand soll mit aufwendiger Diagnostik messbar gemacht werden – von genetischen Untersuchungen beispielsweise zu Thrombose-Risiken bis hin zu Stressproblemen oder Hormonstörungen.

Darum ranken sich Fitnessangebote, Bewegungstherapien, Ernährungsberatung und Kosmetikbehandlungen. Basis ist immer die Medizin, betont Christ: „Das ist hier bei uns nicht ein bisschen Fitness, und daneben gibt es noch einen Arzt.“ Hinter der Hoteleinrichtung stehen Profis – die Gruppe Asklepios Kliniken mit weltweit über 80 Kliniken. Ihr Alleingesellschafter Bernhard Broermann ist Eigentümer der Hotelimmobilie in Königstein.

Nicht nur Hotels entdecken das interessante Geschäft. Auch Kurkliniken drängen auf der Suche nach zahlender Klientel in den Markt. „Die bauen überflüssig gewordene Betten-Kapazitäten ab und richten sich dann einen exklusiven Hoteltrakt ein“, beobachtet Gerhard. Marktuntersuchungen versprechen gute Einnahmen bei einer zahlungskräftigen Klientel. Auf der Internationalen Tourismusbörse (ITB) im Frühjahr in Berlin wurde eine Studie präsentiert, die den Umsatz in den USA mit Medical Wellness auf jährlich 2,5 Mrd. Dollar bezifferte und in der EU ein Potenzial von 250 Mill. Euro sieht.

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