Auch neu angesetzter Termin für Präsentation der Ergebnisse scheint zu platzen
Adecco bekommt Bilanzprobleme nicht in den Griff

Die größte Vermittlungsfirma für Zeitarbeiter, die schweizerische Adecco, hat ihre Bilanzprobleme offensichtlich immer noch nicht im Griff.

HB/oli ZÜRICH. Nachdem die Präsentation der Ergebnisse, die eigentlich für den Februar geplant war, ausgefallen war, ist jetzt auch der 20. April, der als neuer Termin festgesetzt worden war, fraglich geworden. Adecco betont zwar, dass das Unternehmen an dem Termin festhalten will, einer Sprecherin zufolge kann Adecco heute aber noch nicht sagen, wie die Präsentation aussehen soll, und welche Zahlen bis zum 20. April wirklich vorgelegt werden können.

Einiges deutet darauf hin, dass es keine öffentliche Bilanzpressekonferenz geben wird, sondern allenfalls einem ausgewählten Kreis von Zuhörern einige Zahlen zugänglich gemacht werden sollen. Der Börsenkurs des Unternehmens sank gestern zeitweise um mehr als 2%.

Vage Aussagen sind bei Adecco seit dem Platzen des ersten Bilanztermins zum Standard geworden. Damals hatten die Zeitarbeitsvermittler die Verschiebung damit begründet, dass sie Probleme bei den Ergebnissen fürs Nordamerika-Geschäft sähen. Adecco-Verwaltungsratspräsident John Bowmer antwortete auf Fragen, welche Auswirkungen denn diese Probleme hätten, stets mit dem Verweis auf die Vorschriften der amerikanischen Börsenaufsicht, die ihm jeglichen Kommentar verböten.

Dass es daraufhin im Verwaltungsrat des Unternehmens zu Spannungen gekommen sein muss, zeigte die Tatsache, dass wenig später die Mehrheit der Verwaltungsräte ihren Posten aufgaben. Analysten vermuten seither einen Machtkampf zwischen den Adecco-Eignern, dem Deutschen Klaus Jacobs und dem Franzosen Phillippe Foriel-Destezet, der mit Jerome Caille seinen Ziehsohn in der Spitze von Adecco installiert hat.

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