Auch Sixt-Aktie konnte zulegen
Sixti schreibt früher als geplant schwarze Zahlen

Die zu Deutschlands größtem Autovermieter Sixt gehörende Discount-Tochter Sixti ist nach Worten ihres Chefs Lars-Eric Peters gut gestartet und wird ein Jahr früher als geplant mit schwarzen Zahlen aufwarten können.

rtr MÜNCHEN. „Wir sind mehr als zufrieden“, sagte Peters am Montag im Interview mit Reuters. „Der Start ist noch besser als erwartet ausgefallen.“ Bis Ende August rechne Sixti mit einem Umsatz von rund 1,5 Millionen Euro, zum Jahresende mit einer Größenordnung von über 3,5 Millionen Euro. „Das reicht aus, um schon 2003 - und damit ein Jahr früher als anvisiert - unter dem Strich den Break-Even erreichen.“

Eine Kannibalisierung mit dem klassischen Mietwagenangebot der im SDax gelisteten Muttergesellschaft Sixt gibt es Peters zufolge nicht. Die Sixt-Aktie, die seit dem Start von Sixti Ende Mai über 40 Prozent zulegen konnte, notierte am Montagnachmittag 0,49 Prozent im Plus bei 10,30 Euro.

Ab fünf Euro mit dabei

„Bis Ende August werden wir insgesamt 19.000 Reservierungen durchgeführt haben, während wir ursprünglich etwa nur die Hälfte dieses Werts angepeilt hatten“, sagte Peters zwei Tage vor der Sixt-Hauptversammlung. „Aufgrund der unglaublich hohen Nachfrage stocken wir den Fuhrpark um 500 auf 1500 Fahrzeuge auf.“ Ein weiterer Ausbau auf bis zu 2500 Autos im kommenden Jahr sei realistisch. Der Umsatz solle 2004 wie angekündigt zwischen zwölf und 15 Millionen Euro liegen.

Firmengründer und Vorstandschef Erich Sixt, der mehr als die Hälfte der Sixt-Stammaktien hält, hatte Ende Mai den Start von Sixti mit 22 Stationen in sechs Ländern angekündigt. Kunden von Sixti haben die Wahl zwischen dem Smart oder einem größeren Auto, wobei der Smart bereits ab fünf Euro pro Tag zu haben ist. Vollkasko-Versicherung und - falls nötig - Reinigung kosten allerdings zusätzlich. Wer früh bucht, zahlt weniger.

Allerdings ist Sixti mit dieser Idee nicht alleine. So hat die VW-Tochter Europcar mit Interrent bereits ein Billigangebot gestartet und auch Navicar.de ist in dem Segment bereits tätig. Easycar prüft derzeit den Einstieg in den deutschen Markt. Eine Gefahr für Sixti sieht Peters hierin allerdings nicht. Sixti könne über die Strukturen von Sixt Synergien nutzen, die den Rivalen das Geschäft deutlich erschwerten.

„Nicht der klassische Mietwagenbucher“

Gut 30 Prozent der Sixti-Kunden sicherten sich den Mindestpreis von fünf Euro, sagte Peters. Die klare Mehrheit sei aber durchaus bereit, mehr zu zahlen. Somit liege die Marge von Sixti mit rund fünf Prozent vor Steuern in etwa auf dem Niveau der Sixt-Autovermietung. Auch mit der Auswahl der Fahrzeuge habe das Unternehmen richtig gelegen: Knapp zwei Drittel der Sixti-Kunden orderten den Smart.

Befürchtungen, wonach Sixti der eigenen Mutter Konkurrenz macht und Zuwächse der Tochter zu Lasten von Sixt gehen, weist Peters zurück. Rund 90 Prozent der Bucher seien Privatkunden oder Touristen, sagte der Manager. Dies sei eben nicht die klassischen Mietwagenbucher wie beispielsweise Geschäftsleute. „Wir haben keine Kannibalisierung, was wir machen ist wirklich Geschäft „on top'“, resümierte Peters.

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