Auf die richtige Kommunikation kommt es an
Handel muss sich auf "neue Senioren" einstellen

Senioren bestimmen künftig das Werte- und Normensystem - Innovationskraft und Flexibilität nehmen ab und weichen dem zunehmenden Hang zu Sicherheits- und Stabilitätsdenken. Der Neubedarf an Produkten sinkt vielfach. Dabei darf aber nicht übersehen werden, dass sich der Senior von heute und morgen stark von früheren Generationen unterscheidet.

HB KÖLN. Die Senioren von heute sind in der Regel gut ausgebildet - mindestens eine Fremdsprache -, sie erfreuen sich deutlich besserer Gesundheit, was sich auch in der höheren Lebenserwartung niederschlägt. Zudem ist der Anteil der Führerscheinbesitzer höher, sie sind freizeitorientierter, haben aber im Zweifel ein kleineres familiäres Netzwerk.

Doch ungeachtet dieser Weiterentwicklung „funktionieren“ ältere Menschen anders als junge. Sie haben vielfach spezifische Bedürfnisse, sei es beim Shopping, beim Reisen, im Haushalt oder in der Freizeitgestaltung. Vor allem aber ist eins zu beachten: Ältere Menschen sind nicht alle gleich. So wie der 20-Jährige vom 30-Jährigen unterschieden wird, so können auch die Über-50-Jährigen nicht über einen Kamm geschoren werden. Zumal sich auch Vertreter der gleichen Altersgruppe nicht gleich verhalten.

Für das Marketing und den Handel ergeben sich aus der demografischen Entwicklung neue Aufgaben. Das steigende Durchschnittsalter bedingt neue Erlebnis-, Service- und Bedienungsformen und seniorengerechte Konzepte. Ältere Menschen, egal wie gesund und fit sie sind, brauchen gut beleuchtete Wege, nicht zu lange Regalfluchten, eine Regalsortierung, die das Bücken minimiert und die Orientierung erleichtert. Auch die Musik in den Geschäften sollte den soziodemografischen Anforderungen gerecht werden - in Titelauswahl und Lautstärke. Wichtig ist auch die Form der Kommunikation mit den „neuen Senioren“. Es ist nicht selten eine Gratwanderung, jugendlich genug, aber dennoch altersgerecht zu kommunizieren. In einer vom „Jugendwahn“ geprägten Welt ist Altwerden ein Tabu. Ältere Menschen können zwar ihre körperlichen und geistigen Einbußen nicht verleugnen, möchten aber nicht darauf angesprochen werden, es sei denn in der Apotheke oder bei Wellnessangeboten.

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