Aufgrund der hohen Rohölpreise
British Airways erhöht Kerosin-Aufschlag

Angesichts weiter steigender Rohölpreise erhöht die Fluggesellschaft British Airways ihre Treibstoffzuschläge. Die Frachtsparte der Lufthansa will am Montag darüber entscheiden - andere Airlines sehen noch keinen Bedarf.

HB LONDON/FRANKFURT. Die Lufthansa Cargo wird am Montag über einen möglichen Kerosin-Aufschlag entscheiden. Erst dann lägen genauere Daten zur Kalkulation vor, sagte ein Sprecher am Freitag. Es sehe aber ganz nach einer Anhebung aus. Die Passagiersparte der Deutschen Lufthansa wartet dagegen noch ab.

Europas größte Billigflieger Ryanair und Easyjet erklärten, sie planten keine Aufschläge wegen des hohen Ölpreises.

Getrieben vom Energiehunger in den USA und Japan, knappen Verarbeitungskapazitäten und spekulativen Käufen ist der Ölpreis erneut auf Rekordhöhe gestiegen: Der Preis hat am späten Donnerstag kurzfristig die Rekordmarke von 60 Dollar pro Barrel (159 Liter) erreicht, ist dann aber wieder unter diese Schwelle gesunken.

Ab 27. Juni stiegen bei BA die Zuschläge bei Langstreckenflügen auf 24 Pfund (rund 36 Euro) von 16 Pfund, teilte das britische Unternehmen am Freitag mit. Auf Kurzstrecken steigt der Zuschlag auf acht von sechs Pfund. Die Aufschläge gelten den Angaben zufolge zunächst nur für in Großbritannien ausgestellte Tickets. Über die Lage auf anderen Märkten will Europas drittgrößte Fluggesellschaft noch beraten. BA-Aktien verloren mehr als zwei Prozent und damit stärker als der Londoner Gesamtmarkt.

Der Schritt sei wegen des anhaltenden Anstiegs der Ölpreise auf 60 Dollar pro Barrel unvermeidlich. Die Treibstoffkosten für British Airways würden in diesem Finanzjahr 1,6 Milliarden Pfund betragen. Dies wären rund 450 Millionen Pfund mehr als 2004/2005.

Lufthansa plane derzeit keine weiteren Zuschläge, sagte eine Unternehmens-Sprecherin. Lufthansa, Nummer zwei in Europa, hatte zuletzt Mitte April die Zuschläge für Langstreckenflüge auf 27 Euro von zuvor 17 Euro pro Strecke erhöht. Auf Kurz- und Mittelstrecken blieb es bei sieben Euro. Für dieses Jahr rechnet Lufthansa trotz einer relative hohen Quote über Hedging abgesicherter Kerosinpreise mit einem Anstieg der eigenen Treibstoffausgaben um 40 Prozent auf 2,5 Milliarden Euro. Ein Teil davon ist auf zusätzliche Flüge zurückzuführen.

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