Aufgrund von Dosenpfand und höherer Tabaksteuer
Tankstellenshops verlieren Kundschaft

Erstmals seit ihrem bundesweiten Siegeszug Anfang der achtziger Jahre verlieren die Tankstellenshops in Deutschland einen Teil ihrer Kundschaft.

DÜSSELDORF. Nach einem Bericht des Handelsblatts (Montagausgabe) gingen die Erlöse im vergangenen Jahr um 2,5 Prozent zurück. Die Zeitung beruft sich auf Zahlen der Firma Eurodata, die ein speziell auf Tankstellen zugeschnittenes Buchführungs- und Abrechnungssystem betreibt. Der Tankstellen-Bundesverband (BTG) schließt nicht aus, dass es im laufenden Jahr weitere Rückgänge gegen wird. Die Mini-Supermärkte, die im Durchschnitt knapp die Hälfte der gesamten Tankstellen-Umsätze erwirtschaften, leiden nicht nur unter dem Dosenpfand. Auch die höhere Tabaksteuer hat die Nachfrage nach Zigaretten einbrechen lassen, die in den Shops zu den Hauptumsatzträgern zählen.

Der gesunkene Benzinverbrauch sorgt gleichzeitig für eine geringere Frequenz von Autofahrern an der Zapfsäule. Konkurrierende Supermärkte, die auf verlängerte Ladenöffnungszeiten umgestiegen sind, machen den Geschäften an den Stationen außerdem die Stammkundschaft streitig Das ist für die Tankstellenshops eine ungewohnte Situation: In den vergangenen 20 Jahren konnten sie ihre Umsätze auf durchschnittlich 860 000 Euro verfünffachen.

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