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Aufsichtsräte streiten um Bahn-Planung

Die neue Mittelfristplanung der Deutschen Bahn AG wird bei der Aufsichtsratssitzung am Mittwoch nach Angaben aus Kreisen des Gremiums zu Streit führen. Sowohl Vertreter des Bundes als auch der Arbeitnehmer hielten die Planungen wegen zu hoher Risiken für nicht solide, heißt es.

HB BERLIN. Beide Seiten würden vermutlich in Protokollerklärungen auf die Risiken der Planung hinweisen, erfuhr die Nachrichtenagentur Reuters am Dienstag aus den Kreisen. In der Planung klafften bereits jetzt Milliarden-Löcher, so könne die Bahn bis 2008 mit gut zwei Milliarden Euro an Zuschüssen des Bundes unter anderem für teurer gewordene Großprojekte nicht rechnen. Zum anderen hätte sich die Arbeitsgruppe des Vermittlungsausschusses am Dienstag auf eine jährliche Kürzung von Zuschüssen für das Schienennetz von 220 Millionen Euro verständigt. Bis 2008 summiere sich diese Summe auf 1,1 Milliarden Euro.

Auf der Arbeitnehmerseite werden die Planungen bis 2008 insgesamt als zu optimistisch angesehen. Von Seiten der Vertreter der Bundesregierung im Aufsichtsrat sei sogar erwogen worden, die Aufsichtsratssitzung zu verschieben.

Nach Reuters-Informationen aus Unternehmenskreisen ist die Planung - abgesehen vom Jahr 2004 - noch ehrgeiziger als die bisherigen Mittelfristziele. Besonders der Fernverkehr habe extrem hohe Ziele gesetzt bekommen, obwohl ein Ende der Krise in diesem Sektor nicht absehbar sei. Die Bahn wollte die Angaben nicht kommentieren.

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