Aufsichtsrat tagt
Post bereitet sich auf Übernahme von Exel vor

Die Deutsche Post könnte nach erfolgter Zustimmung des Aufsichtsrats schon in der kommenden Woche ein Übernahmeangebot für den britischen Logistik-Konzern Exel vorlegen.

HB DÜSSELDORF. Nach Angaben aus dem Umfeld des Post-Aufsichtsrates beriet das Gremium am Freitag in Bonn über die Übernahme des britischen Logistik-Konzerns. Die Sitzung sei auf mehrere Tage angesetzt und könne bis Sonntag dauern, erfuhr die Nachrichtenagentur Reuters. Mit schwer wiegenden Bedenken des Kontrollgremiums werde nicht gerechnet. Auch die Arbeitnehmerseite sperre sich nicht gegen die Übernahme, hieß es. Ein formelles Angebot an die Anteilseigener von Exel könne nach der Zustimmung des Aufsichtsrats kommende Woche folgen. Ein Sprecher der Post wollte die Angaben nicht kommentieren.

Analysten rechnen mit einer Zustimmung des Aufsichtsrates für den Zukauf. „Ich sehe keinen Grund für eine Ablehnung“, sagte Per-Ola Hellgren von der Landesbank Rheinland-Pfalz. Der Milliarden-Kaufpreis soll zu weniger als 30 Prozent mit Aktien finanziert werden, wie in den mit dem Vorgang befassten Kreisen bekräftigt wurde. Die Post will eine Kapitalerhöhung niedrig halten, um Investoren nicht zu verschrecken. Der Preis werde wohl bei rund 5,3 Milliarden Euro liegen, hieß es erneut. Analyste Hellgren sagte aber, selbst ein Kaufpreis von 5,7 Milliarden Euro erscheine ihm für die Post noch machbar, da der Konzern über umfangreiche Barmittel verfüge. Auch eine überwiegende Finanzierung in bar sei „vernünftig für einen Zukauf, der Sinn macht“.

Bei einem erfolgreichen Übernahmeangebot wird voraussichtlich die EU-Kommission in Brüssel und nicht das Bundeskartellamt über die kartellrechtliche Zulässigkeit des Zukaufs entscheiden. Eine Übernahme werde von den Brüsseler Wettbewerbshütern geprüft, hatte es in Branchenkreisen geheißen.

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