Aufstockung Müllers
Anteilskauf bei Douglas auf dem Prüfstand

Ein weiterer Anteilskauf des Drogerie-Konzerns Müller bei Douglas könnte das Kartellamt beschäftigen. Bislang habe Müller bei den Wettbewerbshütern aber keine Pläne zur Aufstockung seines Douglas-Anteils eingereicht.
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DüsseldorfEine weitere Aufstockung der Anteile des Drogerie-Unternehmers Erwin Müller beim Handelskonzern Douglas könnte das Bundeskartellamt auf den Plan rufen. „Eine Beteiligung von 25 Prozent oder unter Umständen auch darunter müsste aller Voraussicht nach zur Prüfung vorgelegt werden“, sagte ein Sprecher des Kartellamts am Montag. Bislang habe Müller bei den Wettbewerbshütern aber keine Anmeldung von Plänen zur Aufstockung seines Douglas-Anteils eingereicht.

Die Wettbewerbshüter werden bei Fusionen tätig und untersuchen Auswirkungen auf den Wettbewerb. Bei gravierenden Bedenken können sie Zusammenschlüsse auch untersagen. Ausgelöst wird eine Prüfung etwa, wenn ein Unternehmen mindestens 25 Prozent am Kapital eines Konkurrenten übernimmt. Die Behörde kann aber auch unterhalb dieser Schwelle tätig werden - wenn sie davon ausgeht, dass bereits durch eine nennenswerte Beteiligung der Wettbewerb behindert werden könnte.

Müller war im November 2009 mit drei Prozent bei dem im Nebenwerteindex MDax gelisteten Handelskonzern eingestiegen, zu dem neben den Douglas Parfümerien unter anderem noch Thalia-Buchhandlungen und Christ-Schmuckgeschäfte gehören. Er hält derzeit 10,81 Prozent an Douglas. Müller hatte angekündigt, seinen Anteil weiter ausbauen zu wollen. Am Freitag war dann bekanntgeworden, dass Müller über Optionsgeschäfte weitere 15,55 Prozent an Douglas übernehmen könnte. Diese Optionen könnten ihm zu einer Sperrminorität verhelfen. Damit könnte der Ulmer Unternehmer die jüngsten Pläne der Douglas-Eigentümerfamilie um Vorstandschef Henning Kreke durchkreuzen, Douglas von der Börse zu nehmen.

Douglas-Aktien notierten am Montag in einem schwachen Markt mit einem Plus von über fünf Prozent bei 33,95 Euro. Börsianer setzen offenbar auf eine Übernahmekampf zwischen der Familie Kreke und Müller.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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