Ausbau des Auslandsgeschäfts
Fielmann sucht Franchise-Partner

Die Hamburger Optikerkette Fielmann geht einen neuen Weg, um die Zahl ihrer Filialen zu erhöhen. Unternehmensgründer Günther Fielmann bestätigte dem Handelsblatt, dass er künftig auch mit Franchise-Partnern zusammenarbeiten wird. Damit will das Unternehmen seine Vertriebspunkte im ländlichen Raum und im westlichen Ausland ausbauen, vor allem in den Niederlanden.

DÜSSELDORF. Bisher betreibt Fielmann europaweit 599 Niederlassungen, davon 522 in Deutschland. Die neuen von Franchise-Nehmern geführten Filialen haben zwar dasselbe Aussehen wie die Niederlassungen des Unternehmens, werden aber von unabhängigen Geschäftsführern geleitet und sind eigenständige Unternehmen. Bislang gehören alle Fielmann-Filialen unmittelbar zur Optiker-Kette.

Der Grund, warum die Optikerkette nun über ein Franchisemodell nachdenkt, ist die kritische Größe der Filialen. Fielmann-Läden setzen im Schnitt 1,6 Millionen Euro, mindestens aber 800.000 Euro im Jahr um. Um das zu erreichen, benötigen sie ein Einzugsgebiet von 60 000 bis 100 000 Einwohnern. Der durchschnittliche Jahresumsatz eines Optikers in Deutschland liegt dagegen bei 300.000 Euro. Kleinere Filialen seien unter dem Konzerndach aber nicht wirtschaftlich zu betreiben, sagte Günther Fielmann.

Fielmann hat im ersten Quartal den Konzernumsatz um sieben Prozent auf 218 Mill. Euro gesteigert. Der Erfolg bereitet dem Konzern bereits Probleme. „In 70 Prozent unserer Niederlassungen gibt es Wartezeiten“, sagte Fielmann. Um die Nachfrage nicht noch zusätzlich zu stimulieren, hat Fielmann sogar die Werbung zurückgefahren.

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