Ausbau des Filialnetzes
Paketdienst GLS startet Großangriff auf die Post

Europas drittgrößer Paketdienst General Logistic Systems, kurz GLS, baut sein Filialnetz massiv aus.

HB BERLIN. „Wir wollen in Europa in den nächsten fünf Jahren flächendeckend 50 000 bis 60 000 Paketshops einrichten“, sagte GLS-Vorstandschef Rico Back der Tageszeitung „Die Welt“ (Mittwochsausgabe). In Deutschland werde GLS die Zahl der Außenstellen im nächsten Jahr von 2500 auf 5000 erhöhen.

„Wir haben die besseren Konditionen für unsere Shopbetreiber als die Deutsche Post, und wir sind im Paketversand günstiger. Deshalb ist das Interesse im Einzelhandel groß“, gab sich Back zuversichtlich, dass der Plan aufgehen werde.

Der Manager widersprach Spekulationen, der britische Mutterkonzern Royal Mail plane einen Verkauf der lukrativen GLS. Hintergrund sind finanzielle Probleme aus hohen Pensionsverpflichtungen. „Egal, was Royal Mail für uns kriegen würde, es wäre in jedem Fall zu wenig, um auch nur eines der Probleme zu lösen“, betonte Back. Es habe noch kein einziges Gespräch über einen Verkauf gegeben.

GLS plant für das laufende Geschäftsjahr, das am 31. März endet, einen Umsatz von 1,5 Milliarden Euro und damit eine Verbesserung gegenüber dem Vorjahr von rund zehn Prozent. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen soll um 14 Prozent auf 125 Millionen Euro steigen.

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