Ausblick enttäuscht: Wal-Mart-Kassen klingeln

Ausblick enttäuscht
Wal-Mart-Kassen klingeln

Im letzten Quartal des abgelaufenen Geschäftsjahres 2005/06 hat der weltgrößte Einzelhändler seinen Gewinn und Umsatz gesteigert. Mit dem Ausblick für das kommende Geschäftsjahr hat Wal-Mart jedoch enttäuscht. Vorbörslich gab die Aktie nach.

HB CHICAGO. Der US-Konzern mit Sitz in Bentonville im Bundesstaat Arkansas gab am Dienstag für das vierte Quartal einen Reingewinn von 3,6 Mrd. Dollar oder 86 Cent je Aktie nach 3,2 Mrd. Dollar oder 75 Cent je Aktie im Vorjahreszeitraum bekannt. Ohne Sonderposten lag der Gewinn bei 84 Cent je Aktie und damit über den 83 Cent, die befragte Analysten erwartet hatten. Der Umsatz kletterte um 8,6 Prozent auf 89,3 Mrd. Dollar. Für das laufende Jahr erwartet Wal-Mart einen Gewinn von 2,88 bis 2,95 Dollar je Aktie. Analysten erwarteten dagegen im Schnitt 2,99 Dollar.

Entsprechend fiel der vorbörsliche Aktienkurs im elektronischen Handel. Zum Schlusskurs von 46,25 Dollar am Freitag verloren die Titel von Wal-Mart um 1,7 Prozent. Am Montag wurde in New York wegen eines Feiertags nicht gehandelt. Wal-Mart-Aktien haben im vergangenen Jahr etwa zwölf Prozent an Wert verloren.

Der Konzern machte für seinen Gewinnanstieg im Quartal eine aggressive Werbekampagne vor Weihnachten mitverantwortlich. Wal-Mart hatte am 1. November und damit zwei Wochen früher als sonst mit Sonderangeboten gelockt, darunter Laptops für 400 Dollar. Dementsprechend fiel zwar das Geschäft im November gut aus, schlechter dagegen im Dezember. Das Ergebnis im Dezember habe zudem auch unter der Nachfrage nach Geschenkgutscheinen gelitten, hieß es. Diese erscheinen jedoch nur auf der Bilanz, wenn sie eingelöst werden. Dementsprechend war das Geschäft im Januar stärker als erwartet, teilte Wal-Mart mit.

Die deutsche Tochter des weltgrößten Handelskonzerns will sich derweil von drei unrentablen Märkten trennen. Die Standorte Düsseldorf-Reisholz, Mühldorf (Bayern) und Sigmaringen (Baden-Württemberg) sollen geschlossen werden, teilte Wal-Mart Germany am Dienstag auf Anfrage mit. Derzeit verhandele das Unternehmen mit dem Betriebsrat. Betroffen von den Schließungen seien 218 Mitarbeiter. Die Schließungen seien unvermeidlich, um das Unternehmen weiter zu stärken und auf Wachstumskurs zu bringen.

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