Ausländische Ölkonzerne bauen ihre Netze in Deutschland aus
Mehr Wettbewerb an den Tankstellen

Als Folge der Fusionen von BP und Aral sowie Aral und Shell hat sich der Wettbewerb an den Tankstellen in Deutschland deutlich verschärft. Diese Ansicht vertritt der Mineralölwirtschaftsverband.

HB HAMBURG. Die großen Konzerne mussten rund 1500 Tankstellen verkaufen, um keine marktbeherrschende Stellung zu erlangen, sagte der Verbandsvorsitzende Wilhelm Bonse-Geuking am Dienstagabend vor dem „Club Hamburger Wirtschaftsjournalisten“. „Davon haben vor allem die mittleren und kleinen Tankstellenfirmen profitiert“, sagte Bonse- Geuking. Als Beispiele nannte er die polnische Orlen, die österreichische OMV und die Agip, die jeweils ihre Netze in Deutschland ausbauten.

Der schärfere Wettbewerb zeige sich auch in häufigeren Preisbewegungen. „Da wird hart gekämpft“, sagte der Verbandsvorsitzende, der auch Chef der Deutschen BP in Bochum ist. An mehr als 200 Tagen des Jahres sinke der Preis, an 80 Tagen werde er erhöht.

Der Mineralölmarkt in Deutschland wird trotz des stärkeren Wettbewerbs von den vier internationalen Großunternehmen ExxonMobil, Shell, BP und Total bestimmt, die drei Viertel der Raffineriekapazitäten auf sich vereinigen. „Das ist aber kein Nachteil für Deutschland, sondern ein Zeichen des Vertrauens der Konzerne in den Standort“, sagte Bonse-Geuking. Deutschland müsse jedoch attraktiv bleiben, da die multinationalen Konzerne ihre Investitionen und ihr Portfolio global optimieren. „Dazu brauchen wir die richtigen Weichenstellungen.“ Bonse-Geuking kritisierte, dass es keine integrierte Energie- und Umweltpolitik in Deutschland gebe, sondern umweltpolitische Ziele im Vordergrund stünden. Das führe dazu, dass Energie für deutsche Unternehmen teurer sei als für die Konkurrenz und schwäche die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Industrie.

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