Auslandsexpansion fruchtet: Baumarktkette Praktiker legt zu

Auslandsexpansion fruchtet
Baumarktkette Praktiker legt zu

Die von der Metro-Gruppe abgespaltene Baumarktkette Praktiker hat ihren Umsatz im vergangenen Jahr gesteigert. Sein Wachstum verdankt das seit November börsennotierte Unternehmen vor allem der Expansion im Ausland.

HB DÜSSELDORF. Nach ersten Berechnungen seien die Umsatzerlöse 2005 um 3,4 Prozent auf 3,03 Mrd. Euro gestiegen, teilte der Konzern am Dienstag mit. Ohne Neueröffnungen lag die Steigerung auf vergleichbarer Fläche bei 1,5 Prozent. Auf dem stark umkämpften Markt in Deutschland habe das Plus bei 0,7 Prozent gelegen. Im Ausland habe die verstärkte Expansion zu einer Umsatzsteigerung von 12,3 Prozent geführt, flächenbereinigt ergab sich ein Plus von 3,9 Prozent. Die Umsatzentwicklung im abgelaufenen Jahr habe im Rahmen der Erwartungen gelegen und sei eine gute Grundlage für den weiteren Anstieg des operativen Gewinns (Ebita) 2005, hieß es.

Allein im letzten Quartal erhöhte sich der Umsatz von Praktiker gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um 6,8 Prozent auf 717 Mill. Euro. Aus dem Auslandsgeschäft wurden im vierten Quartal 214 Mill. Euro erlöst, flächenbereinigt war das ein Anstieg um acht Prozent.

„Mit unserer preisaggressiven Strategie konnten wir unsere Marktposition in Deutschland weiter ausbauen“, erklärte Vorstandschef Wolfgang Werner. Auch in Osteuropa habe sich Praktiker hervorragend entwickelt. Einen erheblichen Anteil an dem Umsatzwachstum habe der Ausbau des Geschäfts in Rumänien und Bulgarien gehabt. „Dies stimmt zuversichtlich für unsere weitere Expansion in diesen Wachstumsmärkten“, sagte Werner.

Insgesamt betreibt Praktiker 340 Baumärkte in acht Ländern, davon 277 in Deutschland. Die Baumarktkette will ihr Auslandsgeschäft, das rund 23 Prozent zum Gesamtumsatz beiträgt, stark ausweiten, um sich vom stagnierenden Heimatmarkt abzukoppeln. Der Auslandsanteil erhöhte sich im Jahresverlauf von 23,4 auf 25,4 Prozent.

Mitte November war Praktiker nach drei Jahren wieder an die Börse zurückgekehrt. Der Mutterkonzern Metro hält noch rund 40 Prozent der Anteile. Das Unternehmen aus Kirkel strebt die Aufnahme in den MDax an.

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